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Eine gemeinsame Aufsicht über die Banken der EU wäre ein Beitrag zu besserem Anlegerschutz, zur Wiederherstellung des Vertrauens und zur Abfederung von Erschütterungen im Finanzsektor – und damit für Europa ein wichtiger Schritt aus der Krise.
Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat die Schockanfälligkeit des EU-Bankensystems deutlich gezeigt. Schwierigkeiten in einer Bank können sich rasch auf andere Finanzinstitute ausbreiten und Anleger, Investitionen und die Gesamtwirtschaft in Mitleidenschaft ziehen.
Als Reaktion darauf verstärken die EU und ihre Mitgliedstaaten die Überwachung der Finanzwirtschaft. Im Rahmen der eingeleiteten Reformen wurden im letzten Jahr drei europäische Aufsichtsbehörden geschaffen, um die Arbeit der nationalen Regulierungsbehörden zu koordinieren und dafür zu sorgen, dass die auf EU-Ebene aufgestellten Regeln einheitlich angewandt werden.
Doch es kann noch mehr zur Sicherung der Finanzstabilität getan werden. Kommissionspräsident José Manuel Barroso fordert zur Wiederherstellung des Vertrauens in die Banken und den Euro eine Bankenunion – auch im Hinblick auf eine künftige wirtschaftliche und finanzpolitische Integration. Kernelemente wären dabei:
Die Kommission hat bereits Vorschläge zu einigen Kernelementen vorgelegt, die für eine Bankenunion notwendig sind. Dazu gehören ein Rechtsakt der EU
, der den EU-Ländern und den nationalen Regulierungsbehörden eine rasche und wirksame Reaktion auf eine Bankenkrise ermöglicht.
Weitere Schritte
Die Kommission plant weitere Vorschläge – zu einem gemeinsamen Bankenrettungsfonds, Bankeninsolvenzen und der engeren Koordinierung der Steuer- und Haushaltspolitik.
Beim Gipfeltreffen am 28./29. Juni werden die Staats- und Regierungschefs der EU Vorschläge für eine Bankenunion und eine Fiskalunion erörtern.
Mehr zu den EU-Vorschriften für Banken und deren Beaufsichtigung
Tagesordnung für die Tagung des Europäischen Rates am 28./29. Juni