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EU will als Arbeitgeberin attraktiver werden - 11/03/2010

Die Personalauswahl soll durch neue Verfahren beschleunigt und stärker auf Kompetenzen ausgerichtet werden.

Das Europäische Amt für Personalauswahl (EPSO) führt neue Auswahlverfahren ein, die den Einstellungsprozess beschleunigen und mehr, noch besser qualifizierte und erfahrene Bewerber anziehen sollen.

Alle zehn Jahre bewerben sich tausende Interessenten um eine Stelle beim öffentlichen Dienst der EU – Dolmetscher, Übersetzer, Juristen, Hilfskräfte und Verwaltungsleute.

Bisher dauerte das Verfahren ab der ersten Prüfungsserie bisweilen bis zu zwei Jahre, mit dem Ergebnis, dass das Interesse seitens der Bewerber nicht gerade überwältigend war und die EU-Institutionen als potenzielle Arbeitgeber in einem ungünstigen Licht da standen.

Vizepräsident Maroš Šefčovič, EU-Kommissar für Interinstitutionelle Beziehungen und Verwaltung, erklärte hierzu: „Auf einem zunehmend kompetitiven Arbeitsmarkt müssen die EU-Organe für hochqualifizierte Bewerber der verschiedensten Fachrichtungen attraktiv sein.“

„Dies gelingt uns aber nur dann,“ – so Sefcovic – „wenn wir ihnen rasch einen interessanten Posten in Aussicht stellen.“

Das neue Verfahren wird nur mehr fünf bis neun Monate dauern, da nun Auswahlverfahren für gängigere Posten wie Verwaltungsräte, Assistenten und Linguisten häufiger als zuvor, genauer gesagt jährlich, durchgeführt werden. Eine weitere Neuigkeit ist, dass die Bewerber – zumindest in einer ersten Phase – nicht mehr eine Unmenge von allgemeinen Zahlen und Fakten zur EU auswendig lernen müssen.

Das neue Verfahren läuft in zwei Phasen ab: Zunächst werden die fachlichen und kognitiven Fähigkeiten der Bewerber in ihrem jeweiligen Heimatland abgefragt. Kandidaten, die diese Vorauswahl bestehen, werden nach Brüssel eingeladen. Erst dann werden ihre EU-Kenntnisse geprüft. In der zweiten Phase werden auch ihre berufsbezogenen Kompetenzen wie die Fähigkeit zu Problemlösung, Teamarbeit und Kommunikation geprüft.

Die Bewerber erhalten detaillierte Rückmeldungen zu ihren Leistungen und werden – sofern sie bestanden haben – in der Regel zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Erfolgreiche, aber nicht sofort eingestellte Bewerber werden auf eine Reserveliste gesetzt, die ein Jahr lang gültig ist.

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