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Auf ein Wort - 07/08/2008

Margot Wallström vor ihrem Laptop

Blogs sind nicht nur „ein direkter Draht“ zu den Kommissaren, sie zeigen die Führungsetage der Kommission auch von einer persönlichen Seite.

Margot Wallström war den Tränen nahe, als Ingrid Betancourt aus dem kolumbianischen Dschungel befreit wurde. Als Janez Potočnik sein Abitur machte, war Politik für ihn ein Fremdwort. Vladimír Špidla wiederum ist ein großer Fußballfan.

EU-Kommissare teilen das Schicksal von Regierungsvertretern auf der ganzen Welt: ihnen wird hier und da vorgeworfen, gesichtslose Bürokraten zu sein. Ein Blick in ihre Blogs English – mittlerweile sechs an der Zahl, denn auch die Kommissare Dimas, Fischer Boel und Piebalgs „bloggen“ regelmäßig – ergibt aber ein ganz anderes Bild.

In ihrem letzten Eintrag würdigt Kommunikationskommissarin Wallström English den polnischen antikommunistischen Dissidenten Bronisław Geremek, der im Juli bei einem Autounfall ums Leben kam. Kontrastierend spricht sie über den früheren Präsidenten der bosnischen Serben, Radovan Karadžić, der kürzlich als vermeintlicher Kriegsverbrecher verhaftet wurde.

„Beide Männer spielten eine bedeutende Rolle beim Umbruch in ihrem jeweiligen Land, und ihr Handeln beeinflusste das Leben von Millionen Menschen. Doch größer hätte der Unterschied dabei nicht sein können.“

Ebenfalls im Juli hatte sie die Befreiung von Ingrid Betancourt nach mehr als sechsjähriger Gefangenschaft begrüßt:„Ich muss gestehen, ich hatte Tränen in den Augen, als ich gestern Abend die Pressekonferenz mit dem Sohn und der Schwester Betancourts sah.“

Forschungskommissar Potočnik English besuchte kürzlich sein ehemaliges Gymnasium in Slowenien, um über seine Arbeit in Brüssel zu erzählen. „Die Rückkehr an meine alte Schule ruft gewiss zahlreiche Erinnerungen wach“, schreibt Potočnik. „Während meiner Schulzeit verschwendete ich nicht einen Gedanken an Politik, die Europäische Union und solche Dinge. Da ging es eher um Mädchen und Sport – oder umgekehrt.“

Beschäftigungskommissar Špidla spricht über Bemühungen, die Bedingungen für Profifußballer in den unteren Ligen zu verbessern – ein zeitnahes Thema nach der Fußball-EM im Juni. Die Ernsthaftigkeit der Angelegenheit verdrängt jedoch nicht seine Begeisterung für den Sport:„Bei der Europameisterschaft wurden sie wieder bejubelt, die besten Fußballer Europas. Mit ihren genialen Spielzügen und Toren begeistern die Ballkünstler Millionen“, so Špidla. „Man könnte sie fast beneiden.“

Die Blogs sind nur ein Weg, wie „Brüssel“ den Austausch mit der Öffentlichkeit sucht. Auf einer neuen Website können die Bürger auch mit EU-Kommissaren in Echtzeit chatten. Die Kommission nutzt zudem regelmäßig öffentliche Konsultationen, wenn über strategische Änderungen beraten wird.

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