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Lebensmittelsicherheit – Gesundheitsschutz für Mensch und Tier - 13/06/2014

Obstauslage eines Marktstands mit Beeren © iStockphoto

2013 hat sich wieder bestätigt, wie wichtig das Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel (RASFF) ist: Mehrere gefährliche Lebensmittel wurden vom Markt genommen. Nun will das Netzwerk auch eine führende Rolle in der Bekämpfung von Lebensmittelbetrug übernehmen. 

Dem aktuellen Jahresbericht zufolge gingen im vergangenen Jahr 3 205 neue Warnmeldungen beim Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel (RASFF) English ein. Diese Meldungen betrafen unter anderem mit Hepatitis-A-Viren verunreinigte Erdbeeren und Fleisch, in dem die äußerst gefährlichen E.-coli-Bakterien nachgewiesen wurden.

Alle 28 EU-Länder sowie mehrere Länder außerhalb der EU sind dem RASFF-Netz angeschlossen. Die Mitglieder können Informationen über potenzielle Sicherheitsrisiken in Lebens- und Futtermitteln austauschen und sich dann unmittelbar abstimmen.

Werden die Risiken rechtzeitig erkannt, können die Produkte noch vom Markt genommen oder in einer Rückrufaktion zurückgeholt werden. Einige gelangen erst gar nicht in den Handel, sondern werden bereits an den Außengrenzen der EU abgefangen.

35 Jahre Gesundheitsschutz

Die Mehrheit aller bisher gemeldeten Fälle betraf Lebensmittel (85 % im Jahr 2013), Futtermittel (8 %) und sogenannte Lebensmittelkontaktmaterialien English, also Verpackungen oder Maschinen.

Das RASFF informiert in einer Datenbank über aktuelle Sicherheitsrisiken. Zunächst wurde diese vorwiegend von Regulierungsstellen und Behörden genutzt, inzwischen wurde sie zu einem neuen Verbraucherportal English mit praktischer Suchfunktion weiterentwickelt.

Dem aktuellen Bericht zufolge gingen 2012 weniger Meldungen ein (-9 %); insbesondere waren weniger Lebensmittelzurückweisungen an den Grenzen und Meldungen rein informativer Art zu verzeichnen. Daraus lässt sich schließen, dass die Regulierungsbehörden effizienter arbeiten und sich auf die wirklich wichtigen Fälle konzentrieren, die ein schnelles Eingreifen erfordern.

Bekämpfung von Lebensmittelbetrug

Der Pferdefleischskandal im Frühjahr 2013 hat gezeigt, wie wichtig die Arbeit des RASFF ist – die im Rahmen des Schnellwarnsystems ausgetauschten Informationen trugen maßgeblich zur Aufklärung des Betrugs und zur Rückverfolgung des Pferdefleischs bis zu seinem Ursprung bei.

Der Skandal verdeutlichte andererseits aber auch, wie schwierig die Rückverfolgung von Lebensmittelbetrug im Zeitalter komplexer globaler Lieferketten ist. Im aktuellen Warnsystem ist die Rückverfolgung vor allem über Folgemeldungen zu bereits bekannten Fällen möglich.

Nächste Schritte

Derzeit wird ein neues EU-weites IT-System zur Ermittlung von Lebensmittelbetrug entwickelt, mit dem der grenzübergreifende Datenaustausch und Vorsorgemaßnahmen koordiniert werden sollen. Es orientiert sich an dem bewährten Modell des RASFF und soll die Arbeit des vor kurzem geschaffenen Europäischen Netzes gegen Lebensmittelbetrug  ελληνικάfrançaisбългарскиhrvatskidanskEnglishGaeilgesuomičeštinaeesti keelmagyarespañol unterstützen. 

Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel English

Pressemitteilung – Lebensmittelsicherheit: 35 Jahre Gesundheitsschutz für Mensch und Tier

RASFF-Jahresbericht 2013 English

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