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Die Vorteile von Mobilgeräte-Applikationen für Ihre Gesundheit - 10/04/2014

Gesundheitsdienst-App für ein Smartphone mit Gesundheitsüberwachung in Echtzeit ©Getty Images

Die EU leitet eine Konsultation ein, um zu ermitteln, wie Mobiltechnologie zur Verbesserung von Gesundheitsdiensten in Europa beitragen könnte. Geschätztes Einsparungspotenzial: 99 Milliarden Euro.

„mHealth“ – Gesundheitsversorgung auf Mobiltechnologie-Basis – bietet über Apps für Smartphones und Tablets eine Reihe von Anwendungen:

 

  • Blutdruckmessen
  • Erinnern an die fällige Einnahme von Arzneimitteln
  • Insulinverabreichung durch Übertragung von Steuersignalen an die Pumpe

Nach Schätzungen der EU könnten solche Apps im Gesundheitswesen in Europa 99 Milliarden Euro einsparen indem sie:

  • Frühdiagnosen ermöglichen
  • Anreize zum Befolgen des Prinzips „Vorbeugen ist besser als heilen“ geben
  • Zeitgewinn bis zu 30 % für Angehörige der Gesundheitsberufe beim Erfassen und Auswerten von Daten bringen.

Außerdem bieten mHealth-Apps bessere Eigenkontrolle der Patienten über ihren Gesundheitszustand und ihr Wohlbefinden.

In Innovation investieren

Schätzungsweise werden bis 2017 3,4 Milliarden Menschen weltweit ein Smartphone besitzen, und jeder zweite von ihnen auch Mobile-Health-Apps verwenden.

Bereits jetzt gibt es nahezu 100 000 solcher Apps. Die 20 am weitesten verbreiteten Sport-, Fitness- und Gesundheits-Apps sind weltweit schon über 230 Millionen Mal kostenlos heruntergeladen worden.

Die EU hat bisher 100 Millionen Euro in Mobile-Health-Dienste investiert und damit wegweisende Innovationsprojekte gefördert. Einige Beispiele:

  • Nierenkranke können in absehbarer Zeit ihre Dialyse über ihr Smartphone überwachen.
  • Es gibt bereits Stressmanagement-Apps, mit denen virtuelle Umgebungen geschaffen damit Entspannungstechniken gelernt werden können.
  • Eine Equipe von Medizinern im österreichischen Graz hat durch den Einsatz eines neuen Mobiltechnik-System das interne Management wesentlich verbessert.

In den kommenden 2 Jahren sollen zusätzlich nahezu 95 Millionen Euro für solche Anwendungen bereitgestellt werden.

Konsultation der Öffentlichkeit

mHealth hat zwar unbestreitbare Vorteile, doch bleiben Fragen wie der Schutz der von Gesundeitsdienste-Apps erfassten Daten oder die Regeln für ihre Zertifizierung als medizinische Geräte nach wie vor offen.

Die EU fordert nun Bürgerinnen und Bürger, Fachkräfte der Gesundheitsberufe, Hersteller von Mobiltelefonen und andere Interessenträger auf, sich zu mHealth, zu den wünschenswerten Sicherheitsanforderungen an solche Apps und zu Möglichkeiten der Förderung des Unternehmertums in diesem Bereich in Europa zu äußern.

Sie können sich bis zum 3. Juli an der mHealth-Konsultation Englishbeteiligen. Eine Zusammenfassung der Antworten wird Ende des Jahres veröffentlicht.

Pressemitteilung - Healthcare in your pocket (EN)

Was Mobile-Health-Dienste für Sie tun können

Grünbuch über Mobile-Health-Dienste English

Digitale Agenda für Europa – eHealth English

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