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Klimawandel – Planen für den Ernstfall - 18/04/2013

Löschflugzeug im Einsatz bei einem Waldbrand © EU

Die Maßnahmen der EU-Länder zur Abfederung der negativen Auswirkungen des Klimawandels auf die Bevölkerung sollen koordiniert werden.

Die EU bemüht sich um eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen. Um den schrittweisen Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperaturen aufzuhalten, reicht es jedoch nicht aus, Ziele zu setzen English .

Extreme Wetterereignisse nehmen zu und bedrohen bereits heute das Leben, die Gesundheit, die Behausungen und das persönliche Eigentum der Menschen. In Süd- und Mitteleuropa kommt es häufiger zu Hitzewellen, Waldbränden und Dürren. Nord- und Nordosteuropa werden in Zukunft verstärkt mit Überschwemmungen und Küstenerosion zu kämpfen haben.

Einige Länder treffen bereits Maßnahmen, um die Auswirkungen der Erderwärmung in den Griff zu bekommen. Andere haben sich noch nicht einmal Gedanken darüber gemacht. Darum schlägt die Kommission eine EU-weite Koordinierung der Maßnahmen vor.

Das ist sinnvoll, weil fehlende Vorbereitung in einem Land oder einer Region andernorts zu Problemen führen kann. Und schließlich betreffen die durch extreme Wetterereignisse verursachten Probleme wie Überschwemmungen, Bodenerosion und Waldbrände oft mehrere Länder. Wo würde die EU-Strategie English ansetzen?

  • Unterstützung von Ländern und Städten bei der Erarbeitung von Aktionsplänen für die Anpassung an den Klimawandel, unter anderem in Form von Finanzhilfen.
  • Einbeziehung angemessener Maßnahmen für bedrohte Wirtschaftssektoren wie Landwirtschaft und Fischerei sowie für regionale Projekte in EU-Programme. Dadurch sollen die Infrastruktur widerstandsfähiger gemacht und die in diesen Branchen tätigen Personen und Unternehmen sowie die Regierungen dazu bewegt werden, Versicherungen gegen katastrophenbedingte Verluste abzuschließen.
  • Förderung der Klimawandelforschung und Ausweitung des EU-Internetangebots zum Thema Anpassung an den Klimawandel English .

Die EU-Länder würden vor allem kostengünstige Lösungen für Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum vor Ort fördern. Die Alternative wäre, nichts zu unternehmen. Bis 2050 würde dies die europäische Wirtschaft rund 250 Milliarden Euro pro Jahr kosten.

Katastrophenversicherungen

Gleichzeitig holt die EU Meinungen dazu ein, ob sie tätig werden muss, um einen ausreichenden Versicherungsschutz zur Abdeckung der durch wetterbedingte Katastrophen verursachten Verluste zu gewährleisten. Wenn öffentliche Gelder nötig sind, um – unterversicherten – örtlichen Gemeinschaften nach einer Katastrophe wieder auf die Beine zu helfen, könnte die Finanzstabilität eines Landes bedroht werden.

Nächste Schritte

Wenn der derzeitige, auf Freiwilligkeit beruhende Ansatz bis 2017 keine Ergebnisse liefert, wird die Kommission die Vorlage einer neuen EU-Rechtsvorschrift erwägen, mit der die Länder dazu verpflichtet werden, Pläne auszuarbeiten und umzusetzen.

Mehr über die Anpassung an den Klimawandel English

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