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Kampf dem Zigarettenqualm - 20/12/2012

© iStockPhoto

Ein neuer Plan für ein Verbot von markanten, Tabak verschleiernden Aromen sowie von irreführender Werbung wie „mild“ und „leicht“ auf Zigarettenpackungen.

Jedes Jahr sterben nahezu 700 000 Personen — in etwa die Bevölkerung des Stadt Frankfurt — an den Folgen des Rauchens. Weitere Millionen Menschen leiden an rauchbedingten Krankheiten wie Krebs, Herzkreislaufstörungen und Atembeschwerden.

Die derzeitigen EU-Vorschriften wurden vor elf Jahren erlassen und sind überholt. Heute weiß man mehr über Aromen im Tabak und die Wirksamkeit von gesundheitsbezogenen Warnhinweisen.

Außerdem sind heute neue Produkte auf dem Markt, und die EU-Länder sind bei der Einführung von Rechtsvorschriften über die Herstellung, Aufmachung und den Verkauf unterschiedliche Wege gegangen, sodass das Schutzniveau in einigen EU-Ländern höher als in anderen ist.

Die Schwerpunkte des neuen Plans der Kommission sind:

Etikettierung und Verpackung. Künftig müssen alle Zigaretten- und Drehtabak-Packungen eine Abbildung auf beiden Packungsseiten haben, und die gesundheitsbezogenen Warnhinweise müssen 75 % der Packungsfläche abdecken. Die Packung muss auch mit einem Hinweis darauf versehen sein, dass Tabakrauch über 70 krebserregende Substanzen enthält.

Inhaltsstoffe. Aromen in Zigaretten, Drehtabak und rauchlosem Tabak, die Tabakgeschmack verschleiern, sowie Erzeugnisse mit abnormal hoher Toxizität und erhöhtem Suchtpotenzial werden verboten.

Rauchloser Tabak. Das Verbot von Tabak zum oralen Gebrauch (Snus) bleibt. Für Schweden gilt eine Ausnahmeregelung. Auf allen Erzeugnissen müssen gesundheitsbezogene Warnhinweise angebracht sein, und die Hersteller müssen die Behörden unterrichten, bevor sie neue Produkte auf den Markt bringen.

Nikotinhaltige und pflanzliche Raucherzeugnisse. Wenn der Nikotingehalt unterhalb eines bestimmten Grenzwertes liegt, muss auf den Packungen ein gesundheitsbezogener Hinweis stehen. Tabakerzeugnisse, deren Nikotingehalt den Grenzwert überschreitet, sollen nur erlaubt sein, wenn sie Arzneimittel sind.

Internet-Käufe. Altersüberprüfungen werden gewährleisten, dass Tabak nicht an Kinder oder Jugendliche verkauft wird.

Illegaler Handel. Ein System zur Überwachung und Verfolgung in Verbindung mit Sicherheitsmerkmalen wie Hologrammen wird sicherstellen, dass in der EU nur Erzeugnisse verkauft werden, die den EU-Regelungen entsprechen.

Die Kommission hofft, dass das Rauchen durch diese neuen Maßnahmen an Attraktivität verliert und dass Jugendliche davon abgehalten werden, mit dem Rauchen anzufangen. Rund 70 % der Raucher beginnen vor dem 18. und 94 % vor dem 25. Lebensjahr mit dem Rauchen.

Mehr zur EU-Politik für Tabakbekämpfung

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