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Rapex schützt die Verbraucher - 16/05/2011

Spielzeugzug © istock/mammamaart

Weniger gefährliche Produkte - dies verdanken die Verbraucher Rapex, dem Schnellwarnsystem der EU.

2010 wurde die Rekordanzahl von 2 244 unsicheren Produkten verboten, vom Markt genommen oder zurückgerufen - das waren 13 % mehr als im Jahr zuvor.

Von diesen Produkten entfielen 32 % auf Kleidung und Textilien, 25 % auf Spielzeug, 9 % auf Kraftfahrzeuge, 8 % auf elektrische Geräte und 4 % auf Babyartikel und Kinderausrüstung.

Die gestiegene Zahl der verbotenen Artikel zeige die zunehmende Wirksamkeit des Schnellwarnsystems der EU für gefährliche Produkte (ohne Lebensmittel), so der Jahresbericht 2010 . Dieses von der Kommission unterhaltene Netz dient der Verbreitung von Informationen über gefährliche Produkte zwischen den nationalen Regulierungsbehörden.

Bessere Zusammenarbeit

Gegenüber 2009 stieg die Zahl von Kleidungsstücken und Textilien an, die für gefährlich befunden wurden. Dies war zum Teil auf die Zusammenarbeit zwischen neun Ländern bei Sicherheitsprüfungen von Kordeln und Zugbändern an Kinderbekleidung zurückzuführen.

Außerdem arbeiteten elf Länder bei Stichprobenprüfungen von Helmen zusammen, die von Alpinskiläufern, Snowboard-, Fahrrad- und Skateboardfahrern, Rollschuhläufern, Reitern und Kindern verwendet werden.

Dabei stellten sie fest, dass 63 % der 367 geprüften Helme nicht die erforderlichen Kennzeichnungen, Warn- oder Gebrauchshinweise trugen. Von den 40 für eine genauere Prüfung ausgewählten Helmen erfüllten 18 nicht die Mindestsicherheitsanforderungen.

Bessere Überwachung

Auch neue Leitlinien und ein besseres Risikobewertungsverfahren trugen dazu bei, dass die Regulierungsbehörden mehr gefährliche Produkte aufspüren konnten. Rapex wurde ausgebaut und deckt nun auch gewerblich genutzte Produkte und ein breiteres Risikospektrum ab - Umwelt, Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz und die öffentliche Sicherheit.

Sicherheit von Anfang an

Sicherheit schon bei der Herstellung hat sich zum Schwerpunkt des EU-Produktsicherheitsrechts entwickelt. Die Unternehmen müssen Sicherheitsrisiken von Anfang an ermitteln, Produkte prüfen, bevor sie die Fabrik verlassen, und eventuelle Probleme melden. Die Nutzung eines speziellen Schnellwarnsystems für Unternehmen hat im letzten Jahr um 200 % zugenommen.

Das verstärkte Augenmerk auf die Sicherheit bedeutet auch eine engere Zusammenarbeit mit den internationalen Handelspartnern - insbesondere mit China, woher 58 % aller von Rapex beanstandeten Produkte kommen.

Weitere Verbesserungen

Nach einer im letzten Jahr durchgeführten öffentlichen Konsultation prüft die Kommission die Möglichkeit. das EU-Produktsicherheitsrecht zu überarbeiten.

Beteiligt an Rapex sind alle EU-Länder sowie Island, Liechtenstein und Norwegen. Für andere Produkte wie Nahrungs- und Futtermittel, Arzneimittel und medizinische Geräte gelten eigene Schnellwarnsysteme, die Rapex ähneln.

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