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EU will Überfischung 2011 herabsetzen - 18/05/2010

Logo des Europäischen Tages des Meeres ©EU

Die Kommission strebt bei der Festlegung der Fangquoten für nächstes Jahr ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Nachhaltigkeit und Stabilität an.

Die Kommission hat offiziell die Gespräche über die Fangquoten für 2011 eingeleitet. In einem Bericht legt sie dar, von welchen Erwägungen sie sich bei ihrem Vorschlag für die Fangquoten hauptsächlich leiten lassen wird.

Angesichts bestehender Befürchtungen, dass die derzeitigen Fangmengen für den Erhalt der Bestände zu groß seien, setzt sich EU-Kommissarin Maria Damanaki English für strengere Methoden ein. "Ich möchte klarstellen, dass bei den Fangmengen sämtliche Verpflichtungen der EU zur Nachhaltigkeit berücksichtigt werden müssen," betonte sie.

Dem Bericht zufolge will die EU darüber hinaus Quotenänderungen auf ein nötiges Mindestmaß beschränken.

Die EU-Länder hatten sich 2002 darauf geeinigt, die Befischung in der EU bis 2015 wieder auf ein nachhaltiges Niveau zurückführen. Doch sind rund 90 % der Bestände noch immer überfischt. Die Fischereinationen fangen nach wie vor ungefähr 34 % mehr Fisch als Wissenschaftler für nachhaltig halten.

Jedes Jahr werden von den Fischereiministern Fangbeschränkungen für die Ostsee, das Schwarze Meer und den Nordostatlantik (einschließlich Nordsee) festgelegt, nachdem die Kommission auf der Grundlage wissenschaftlicher Empfehlungen zum Zustand der betreffenden Bestände entsprechende Quoten vorgeschlagen hat.

Zeitgleich zur Vorlage des Berichts wurde die Pilotversion eines Online-Atlas mit detaillierten Informationen über die europäischen Meere veröffentlicht. Ebenfalls in dieser Woche richtet die spanische Stadt Gijón eine hochrangige Konferenz über maritime Angelegenheiten aus. Die Konferenz vom 18. bis 21. Mai ist eine von rund 40 Veranstaltungen überall in der EU zum Europäischen Tag des Meeres Englishespañol .

Die EU verfügt über rund 70 000 Kilometer Küste, die sich auf 22 Länder verteilt. Ungefähr 40 % der Bevölkerung — rund 200 Millionen Menschen — leben in den Küstenregionen und erwirtschaften durch Fischerei und andere maritime Aktivitäten wie Hafenbetrieb, Seeverkehr und Tourismus circa 40 % des Bruttoinlandsprodukts.

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