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Die Segel setzen für die Meerespolitik und eine nachhaltige Fischerei - 16/10/2009

Küstenwache und Fischereiinspektoren in der Nordsee © EC

Vorschläge für die Zusammenarbeit bei der Meeresüberwachung, der internationalen Dimension der EU und der nachhaltigen Fischerei.

Zwei Jahre nachdem die EU ihre integrierte Meerespolitik eingeleitet hat, legt die Kommission den ersten Fortschrittsbericht vor.

Ferner hat sie Schwerpunkte der Meerespolitik sowie Vorschläge vorgelegt, um die Zusammenarbeit zwischen den EU-Ländern im Rahmen der Meeresüberwachung zu verbessern und den EU-Einfluss auf die globalen maritimen Angelegenheiten English zu verstärken.

Zwar ist die Meerespolitik eine relativ neue Disziplin, doch nach Auffassung des für maritime Angelegenheiten zuständigen EU-Kommissars Joe Borg „hat sie bereits erfolgreich die Art und Weise verändert, in der Europa mit dem Reichtum seiner Meere umgeht“.

Europa hat 70 000 km Küste, zwei Ozeane und vier Meere, durch die eine Vielfalt von Aktivitäten möglich wird – von Handel und Schiffstransport bis hin zu Fischerei und Tourismus. Die See ist jedoch auch Schauplatz von Schiffsunglücken, Verschmutzung durch Verlust gefährlicher Frachten, illegaler und unregulierter Fischerei, Piraterie, organisiertem Verbrechen, Drogenschmuggel, illegaler Immigration und terroristischen Anschlägen.

Zurzeit liegt die Verantwortung für diese Herausforderungen bei den verschiedenen einzelstaatlichen Behörden – zum Beispiel denjenigen für Grenzkontrolle, Zoll, Hafensicherheit und Verteidigung.

In den kommenden Jahren ist es besonders wichtig, diese verschiedenen Behörden zu einer effizienten Zusammenarbeit zu bewegen. Die nachhaltige Entwicklung ist ein weiteres Hauptziel, zusammen mit der Verstärkung des Einflusses der EU auf die internationalen Bemühungen, die Meere besser zu verwalten. Zwei Pilotprojekte – eines im Mittelmeer und eines in der Nordsee – werden die Integration der Überwachungsdienste testen.

Im Rahmen einer anderen Initiative schlug die Kommission neue Fangquoten für 2010 auf Grundlage der Mengen vor, die nach Auffassung der Wissenschaftler gefangen werden können, ohne die Fischbestände dauerhaft zu schädigen.

Die am meisten gefährdeten Fische sind Kabeljau, Hering und Sardellen – 2008 wurden höhere Anteile der Kabeljaubestände abgefischt als in jedem anderen Jahr seit 1999.

„Es wird immer Unzufriedene und Kurzsichtige geben, die heute nur ein kleines bisschen mehr fischen wollen und versprechen, ab morgen ganz bestimmt an die Nachhaltigkeit zu denken – aber so kommen wir nicht weiter," erklärt Kommissar Joe Borg.

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