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Europa einmal ohne Autos - 17/09/2009

Diese Kampagne für einen umweltgerechten Verkehr zeigt, welche wichtige Rolle den Städten bei der Bekämpfung der Erderwärmung zukommt.

Hunderte von Städten sperren einige ihrer wichtigsten Straßen für den Autoverkehr, um die Autofahrer dazu zu bringen, ihren Wagen einfach einmal stehen zu lassen. Für viele Städter bildet der autofreie Tag den Höhepunkt der Mobilitätswoche, der jährlichen Kampagne der EU, mit der sie die Bürger zur Nutzung umweltgerechter Formen des Verkehrs bewegen will.

Autos und Lastwagen verursachen einen Großteil des Lärms, der Verschmutzung und der Staus, unter denen die Städter leiden. Außerdem stoßen sie viel CO2 aus, das für den Klimawandel hauptverantwortliche Gas.

Vom 16. bis zum 22. September werden zahlreiche Veranstaltungen für Alternativen zur Nutzung des Privatautos werben. Viele Städte nehmen diese Gelegenheit zum Anlass, um neue oder bessere öffentliche Verkehrsdienste, Fußgängerzonen und Fahrradwege vorzustellen. Die EU leistet finanzielle Unterstützung und belohnt das beste Programm mit einem Preis.

Neben der Förderung eines nachhaltigen Verkehrs soll das diesjährige Thema „Verbesserung des Stadtklimas“ das öffentliche Bewusstsein für die Schlüsselrolle schärfen, die lokale Behörden beim Kampf gegen die Erderwärmung spielen können. Über 70 % aller Europäer leben in städtischen Gebieten. Wenn die Städte ihre Bürger überzeugen könnten, ihre Autos zuhause zu lassen, ließen sich enorme Einschnitte bei Treibhausgasemissionen erzielen.

Die Europäische Woche für nachhaltige Mobilität Englishfrançais, jetzt bereits im achten Jahr, hat Nachahmer in anderen Erdteilen gefunden: Seoul, Rio de Janeiro, Taipei, Montreal, Yokohama und Quito sind nur einige von 2 102 Städten, die 2008 an der Aktion teilgenommen haben – ein Rekordergebnis, an dem insgesamt 220 Millionen Menschen aus 39 Ländern beteiligt waren.

Budapest, das im letzten Jahr siegte, plant für diesen September ein weiteres eindrucksvolles Programm, bei dem es seinen historischen Andrássy-Boulevard in eine grasbedeckte „lebende Straße“ verwandeln will.

Weitere Beispiele:

• In Salzburg werden die Bürger Gelegenheit haben, Elektrofahrzeuge auszuprobieren und in Rikschas durch die Stadt zu fahren.

• In Vilnius (Litauen) wollen Tausende von Lehrern und Schülern mit dem Fahrrad zur Schule kommen.

• Die portugiesische Stadt Almada teilt Fahrscheine für den öffentlichen Verkehr an Bürger aus, die wiederverwertbaren Abfall abliefern.

• Rund 200 Unternehmen in Göteborg (Schweden) haben sich verpflichtet, Mitarbeiter zu unterstützen, die während der Mobilitätswoche auf ihr Auto verzichten.

 

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