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Geld für die Bekämpfung des Klimawandels - 10/09/2009

Logo der Kopenhagener Konferenz © cop15.dk

Die Kommission legt erste Finanzierungsvorschläge für den Kopenhagener-Pakt über den Klimawandel vor

In dem Bemühen, einen Weg aus der Sackgasse bei den internationalen Klimagesprächen zu finden, hat die Europäische Kommission einen Plan zur Finanzierung von Maßnahmen zur Eindämmung der Erderwärmung in Entwicklungsländern English vorgelegt. Darin schlägt sie vor, dass die EU bis zum 2020 jährlich einen Beitrag zwischen zwei und fünfzehn Milliarden Euro leistet.

Der Plan ist ein erster Ansatzpunkt für die Beratungen im Europäischen Parlament und im Rat der EU über die Festlegung der Position der EU zu einem der heikelsten Themen auf der VN-Klimakonferenz im Dezember in Kopenhagen.

Knapp drei Monate vor der Konferenz sind die internationalen Vorverhandlungen darüber festgefahren, wie die Entwicklungsländer bei der Anpassung an die Erderwärmung und deren Eindämmung unterstützt werden sollen.

Die EU und andere Wirtschaftsmächte sind sich darin einig, dass sie zur Deckung der Kosten beitragen müssen, die die Verringerung der von den Entwicklungsländern verursachten Treibhausgase verursacht. Bislang gibt es jedoch keinen Konsens darüber, wie hoch diese Kosten sein werden und wieviel davon die Entwicklungsländer aufbringen sollen.

Es wird damit gerechnet, dass die Kosten der Eindämmung der Erderwärmung in den kommenden Jahren stark steigen werden. Die EU schätzt, dass die Entwicklungsländer 2020 jährlich 100 Milliarden Euro benötigen, um einen Anstieg der durchschnittlichen Erdtemperatur von mehr als 2° Celsius zu verhindern. Dieser Maximalwert ist insofern extrem wichtig, als damit das Risiko eines unkontrollierbaren Klimawandels weitgehend ausgeschaltet wird.

Die Kommission geht von einem Bedarf zwischen 22 und 50 Milliarden Euro an öffentlichen Geldern der internationalen Geber aus, wobei sich die Höhe des Beitrags eines jeden Landes nach dem Ausmaß seiner Emissionen und seiner Zahlungsfähigkeit richten sollte. Der jährliche Beitrag der EU könnte sich bis zum Jahr 2020 auf 2 bis 15 Milliarden Euro belaufen. Die restlichen Beiträge müßten von anderen Industrieländern und fortgeschrittenen Entwicklungsländern wie China und Indien kommen.

Nach dem Vorschlag soll die EU für den Zeitraum 2010 bis 2012 einen Beitrag zwischen 500 Millionen und 2,1 Milliarden Euro leisten. Da aber rasches Handeln geboten ist, schlägt die Kommission einen höheren Beitrag vor.

Auf der Konferenz im Dezember geht es in erster Linie darum, ein neues und ehrgeizigeres globales Engagement zur Begrenzung des Klimawandels zu erreichen. Das derzeitige Abkommen – das so genannte Kyoto-Protokoll – läuft im Jahr 2012 aus.

Dieses Protokoll sieht für Entwicklungsländer keine Beteiligungspflicht vor. Die Industrieländer treten aber nunmehr dafür ein, dass sich aufstrebende Wirtschaftsnationen wie Indien und China ebenfalls beteiligen und ihre Emissionen drosseln.

Die VN berufen Ende dieses Monats ein Gipfeltreffen für Beratungen über den Klimawandel ein.

Maßnahmen der EU zur Bekämpfung des Klimawandels

Klimawandel-Konferenz der VN danskEnglishespañolfrançais

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