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An Alzheimer erkrankte ältere Dame © Reporters

Vorschläge für koordinierte Maßnahmen gegen Alzheimer und andere Demenzkrankheiten

Ein neuer Ansatz der Forschung in Europa: Zwanzig Länder arbeiten zusammen, um Alzheimer und andere Demenzformen zu untersuchen.

Mit den von der Kommission im vergangenen Jahr erläuterten Maßnahmen werden die EU-Länder angeregt, ihre Forschungsressourcen zu bündeln, um doppelte Arbeit zu verhindern und die begrenzten Finanzmittel besser zu nutzen. Fast 85 % der in Europa für die Forschung aufgewendeten Mittel werden für einzelstaatliche Projekte ausgegeben.

Die EU-Spitzen genehmigten das gemeinsame Programmierungskonzept im Dezember unter der Bedingung, dass die Projekte freiwillig sein und ein Thema von europäischem oder weltweitem Interesse behandeln müssen. Demenz – ein dauerhafter oder schrittweiser Rückgang der geistigen Fähigkeiten – wurde als gutes Thema für ein Pilotprojekt angesehen, weil sie in allen EU-Ländern immer mehr zum Problem wird und gewaltige Kosten verursacht: In ganz Europa ungefähr 130 Milliarden Euro (2005).

Es steht zu hoffen, dass das Projekt gemeinsame Forschungsarbeiten auch in anderen Bereichen anregen wird, zum Beispiel zum Thema Klimawandel. Forschungskommissar Janez Potočnik erwartet „einen großen Schritt nach vorn“, sobald die Länder ihre Arbeiten koordinieren.

Ungefähr 7,3 Millionen Menschen in der EU leiden an einer Demenzkrankheit, eine Zahl, die sich bei steigender Lebenserwartung der Bevölkerung in den kommenden 20 Jahren verdoppeln könnte. Alzheimer ist mit 70 % der Fälle die häufigste Demenzform. Bisher ist kein Heilmittel für diese Krankheit bekannt, die Menschen ihr Gedächtnis und ihr Denkvermögen raubt.

Das Pilotprojekt ist Teil eines umfassenderen Aktionsplans der Kommission als Reaktion auf den vorherzusehenden Anstieg der Demenzfälle. Abgesehen von mehr Forschungszusammenarbeit werden in dem Plan die Mitgliedstaaten aufgefordert, ihr Know-how auszutauschen und bei der Frühdiagnose von Demenz zusammenzuarbeiten.

Alzheimer tritt normalerweise nach dem 60. Lebensjahr auf, und das Risiko einer Erkrankung steigt mit zunehmendem Alter. Menschen, deren Demenzkrankheit früh erkannt wird, können ihren Tagesablauf so umgestalten, dass ihre Lebensqualität nicht beeinträchtigt wird. Sie können außerdem an den Entscheidungen über ihre Behandlung teilnehmen, sich in finanzieller Hinsicht organisieren oder sich psychologisch beraten lassen.

Mehr Informationen über Maßnahmen der EU gegen Alzheimer und Demenz

Beispiele für EU-finanzierte Forschung über neurodegenerative Krankheiten English

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