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Katastrophenverhütung – Vorbeugen ist besser als heilen - 24/02/2009

Ausgetrocknete, rissige Erde mit Grasbüscheln © EC

Verstärkung der Katastrophenverhütungskapazitäten und bessere Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern - das ist das Ziel eines neuen EU-Vorschlags

Ein heftiger Sturm in Frankreich, Brände in Griechenland, Dürre in Spanien – wir alle könnten an unserem Wohnort oder im Urlaub von einer Naturkatastrophe überrascht werden. Schlimmer noch: Durch den Klimawandel dürften solche Katastrophen stärker und häufiger werden. Waren 1990 nur 6 % des Gebiets und der Bevölkerung der EU von Dürre betroffen, so sind es nun schon 13 %.

Und nicht nur Naturkatastrophen und Epidemien bedrohen unsere Umwelt und Gesundheit – vom Menschen verursachte Katastrophen wie Ölverschmutzung und radioaktive Verseuchung treten hinzu. Daher will die EU ihre Fähigkeit zum Umgang mit Katastrophen English – vor, während und nach einem solchen Ereignis – verbessern.

Katastrophen machen nicht an Grenzen Halt. Epidemien und Brände breiten sich von einem Land zum nächsten aus, Flüsse tragen verschmutztes Wasser über die Grenzen hinweg und eine Ölpest verschmutzt die Strände, wo immer sie eine Küste erreicht.

Die vorgeschlagene neue Strategie richtet sich hauptsächlich auf diese grenzüberschreitenden Katastrophen, die eine gemeinsame Reaktion der EU-Mitgliedstaaten erfordern. Sie soll zu einem besseren Zugang zu Frühwarnsystemen, einer effizienteren Verwendung von EU-Mitteln und einer EU-weiten Bestandsaufnahme von Informationen und empfehlenswerten Verfahren führen.

Die EU schaut jedoch über ihren eigenen Gartenzaun hinaus. Eine weitere neue Strategie soll die Katastrophenrisiken in Entwicklungsländern verringern EnglishPDF helfen. In weniger entwickelten Ländern ist das Risiko, von einer vom Klimawandel ausgelösten Katastrophe getroffen zu werden, besonders hoch. So müssen sich einige regenabhängige afrikanische Länder bis 2020 auf einen Rückgang ihrer Ernteerträge um 50 % einstellen. Außerdem muss damit gerechnet werden, dass sich Tropenkrankheiten weiter verbreiten.

In der Strategie ist vorgesehen, Entwicklungsländern durch die Finanzierung nationaler Initiativen zur Risikominderung zu helfen. Außerdem sollen einige Regionen Gelder für Maßnahmen erhalten, durch die die Bevölkerung für die Probleme sensibilisiert wird.

Im Juni 2009 wird die Kommission konkrete Maßnahmen zur Umsetzung dieser Strategien vorschlagen.

Europäischer Katastrophenschutz – Vorbeugung English

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