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Stimmungsbild der europäischen Verbraucher - 02/02/2009

Verbraucher bei der Überprüfung von Preisen mit einem Handscanner ©EC

Jeder dritte Europäer ist mit den Energie- und Gasversorgungsunternehmen unzufrieden.

Laut einer Umfrage sind die meisten Europäer mit dem Angebot von Bus und Bahn in ihrer Stadt unzufrieden. Ein Großteil der Bevölkerung beschwert sich über Energieversorger und Banken, und auch die Dienste der Post- und Festnetztelefonieanbieter halten sie für verbesserungswürdig.

Dem zweiten jährlichen Verbraucherbarometer English zufolge ist die Unzufriedenheit in drei Bereichen besonders groß: Energieversorgung, Bankwesen und öffentlicher Personennahverkehr.

Verbraucherkommissarin Meglena Kuneva gab die Umfrageergebnisse bekannt und zeigte sich besorgt, dass diese drei Dienstleistungsbereiche, die im Alltag der Bürger eine so wichtige Rolle spielen, derart schlecht abgeschnitten hatten. Sie kündigte an, sie wolle sich intensiver mit der Frage der Energieanbieter beschäftigen und herausfinden, weshalb die Stromrechnung einen so großen Anteil am Budget der Privathaushalte ausmacht.

Die Kommission wählte Hunderte von Waren und Dienstleistungen aus – von Lebensmitteln und Kleidung bis hin zu Internetdiensten – und bewertete diese anhand von fünf Schlüsselindikatoren: Preis, Beschwerden, Zufriedenheit, Sicherheit und Möglichkeit eines Anbieterwechsels. Dabei schnitten die Waren im Allgemeinen besser ab als die Dienstleistungen.

Am stärksten wurde der inner- und außerstädtische Nahverkehr kritisiert. Weniger als die Hälfte der Befragten waren mit dem Angebot von Bus, Bahn und Straßenbahn zufrieden. Jeder Vierte beschwerte sich sogar über die angebotenen Dienstleistungen.

Ein wichtiger Grund für das schlechte Abschneiden der Strom- und Gasversorger sind die Preise. Weniger als zwei Drittel der Verbraucher sind mit ihrem Energieversorger zufrieden. Ungefähr 60 % der Verbraucher berichteten über Preissteigerungen, dahingegen nur 3 bis 4 % über Preissenkungen.

Energie ist auch der Bereich, in dem ein Wechsel des Anbieters am wenigsten wahrscheinlich ist. Die Möglichkeit eines Anbieterwechsels ist jedoch für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der Märkte äußerst wichtig.

Bei den Bankgebühren und Zinssätzen wurden im EU-weiten Vergleich trotz des Binnenmarktes große Unterschiede festgestellt. Die Verbraucher tun sich mit dem Vergleich von Bankprodukten schwer und wechseln eher selten ihre Bank.

Laut Verbraucherbarometer stagniert darüber hinaus der grenzüberschreitende Einzelhandel. Der Prozentsatz von Verbrauchern, die jenseits der Grenzen einkaufen, ist seit 2006 unverändert geblieben.

Das Verbraucherbarometer wurde entwickelt, um die Schwächen des Binnenmarktes aufzudecken. Im letzten Jahr wurden nur drei Branchen erfasst, dieses Jahr wurde die Umfrage auf weitere Bereiche ausgedehnt.

Verbraucher und die EU

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