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Ein neues Weltbündnis gegen den Klimawandel - 28/01/2009

Die EU misst dem Emissionshandel im Kampf gegen den Klimawandel große Bedeutung bei.

Im Vorfeld der internationalen Klimagespräche hat die Kommission ein Positionspapier English vorgelegt. Danach dürften die Kosten zur Eindämmung der Erderwärmung in den kommenden Jahren in die Höhe schnellen und bis zum Jahr 2020 auf weltweit 175 Milliarden Euro jährlich ansteigen. Mehr als die Hälfte dieses Betrags wird in Entwicklungsländern wie China und Indien benötigt werden.

Die EU und andere Wirtschaftsmächte sollten sich an den Kosten zur Minderung der Treibhausgasemissionen durch Entwicklungsländer beteiligen.

In dem Positionspapier werden verschiedene Möglichkeiten vorgestellt, wie sich eine solche internationale Finanzierung erreichen ließe. So könnten die Länder verpflichtet werden, einen Beitrag entsprechend ihrem Einkommen und ihren Emissionen zu leisten. Eine andere Möglichkeit wäre die Versteigerung von Emissionszertifikaten auf einem CO2-Markt.

Im Gegenzug sollten alle Entwicklungsländer – mit Ausnahme der ärmsten unter ihnen – durch entsprechende Entwicklungsstrategien eine weitere Zunahme der Treibhausgasemissionen verhindern. Insbesondere müssten Maßnahmen getroffen werden, um die Abholzung der Tropenwälder einzudämmen, da Bäume und Pflanzen Kohlendioxid binden.

Die EU hat bereits eingreifende eigene Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels ergriffen und Schritte unternommen, um die Emissionen zu verringern. Nun möchte sie bei den Gesprächen im Dezember in Kopenhagen auf diesen Erfolgen aufbauen. Mit der Konferenz streben die Vereinten Nationen eine neue und ehrgeizigere weltweite Verpflichtung zur Bekämpfung des Klimawandels an. Die derzeitige Übereinkunft — das Kyoto-Protokoll — läuft Ende 2012 aus.

Die EU wird die Industrieländer nachdrücklich dazu auffordern, sich zu einer Reduzierung ihrer Treibhausgasemissionen bis 2020 um 30 % gegenüber dem Stand von 1990 zu verpflichten. Der Beitrag würde je nach Wirtschaftskraft, Bevölkerung, Emissionsvolumen und bisherigen Anstrengungen zur Minderung der Emissionen von Land zu Land unterschiedlich ausfallen. Die Einhaltung der Verpflichtungen sollte überwacht und durchgesetzt werden.

Außerdem misst die Kommission dem Emissionshandel große Bedeutung bei, weswegen sie einen weltweiten CO2-Markt aufbauen will. Eine wachsende Zahl von Ländern einschließlich der Vereinigten Staaten, Neuseelands und Australiens wollen Systeme aufbauen, die dem 2005 geschaffenen EU-CO2-Markt English ähneln. Im System der EU ist eine Begrenzung der CO2-Gesamtemissionen vorgesehen, doch können die Unternehmen untereinander mit Emissionszertifikaten handeln.

Der Klimawandel ist nicht mehr ganz abzuwenden. Daher soll in Kopenhagen auch darüber gesprochen werden, wie den Ländern bei den erforderlichen Anpassungen geholfen werden kann. Darüber hinaus muss Unterstützung für arme Länder sichergestellt werden, die häufiger extremen Wetterbedingungen wie Dürren, Stürmen und Überschwemmungen ausgesetzt sind.

Die am 28. Januar vorgelegten Vorschläge der Kommission werden in den kommenden Monaten von den europäischen Regierungsführern und Gesetzgebern erörtert.

Mehr über das UN-Rahmenübereinkommen über Klimaänderungen English .

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