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Sicher ist sicher - 17/11/2008

Spielzeugsammlung auf einem Schreibtisch  © EC

Die EU, die USA und China kündigen gemeinsame Maßnahmen zum Schutz der Verbraucher vor gefährlichen Produkten an.

Die EU veröffentlicht jede Woche eine Liste mit Produkten, für die Sicherheitswarnungen vorliegen English . Die meisten dieser Produkte werden in China hergestellt, eine nicht unbedeutende Anzahl kommt jedoch auch aus den USA und aus Europa.

Die Warnmeldungen zeigen, dass „Produktsicherheit auf der politischen Agenda immer ganz oben stehen muss“, sagte Meglena Kuneva, EU-Kommissarin für Verbraucherschutz English .

Ganz im Sinne dieser Äußerung eröffnete Kommissarin Kuneva die internationale Woche der Produktsicherheit English und traf aus diesem Anlass mit den für Produktsicherheit zuständigen Vertretern der USA, Nancy Nord, und Chinas, Wei Chuanzhong, zusammen.

Bei ihrem Treffen am 17. November in Brüssel kamen die drei Seiten überein, in den folgenden Bereichen verstärkt zusammenzuarbeiten: Rückverfolgbarkeit von Produkten, Verbesserung von Sicherheitsnormen und Austausch von Informationen über Sicherheitsmängel. Darüber hinaus sind mehr gemeinsame Durchsetzungsmaßnahmen – wie gleichzeitige Kontrollen von Produkten auf den jeweiligen Märkten – geplant.

Im Vorfeld der Gespräche hatten sich die EU und China bereits darauf geeinigt, ihre bestehende Zusammenarbeit im Bereich der Produktsicherheit weiter auszubauen. Darüber hinaus erhält China Zugang zum Schnellwarnsystem der EU für Lebens- und Futtermittel.

Zum ersten Mal kamen so hochrangige Vertreter der EU, der USA und Chinas zusammen, um über das Thema Produktsicherheit zu diskutieren. Sie zeigten damit ihre Bereitschaft, bei der Durchsetzung hoher Sicherheitsnormen eng zusammenzuarbeiten. Für 2009 ist ein weiteres hochrangiges Treffen der drei Handelsmächte geplant.

Allein im letzten Jahr wurden Millionen von Spielzeugen, die in China hergestellt wurden, aus Sicherheitsgründen zurückgerufen. Rund 80 % der in der EU verkauften Spielzeuge stammen aus China.

Vor kurzem mussten weltweit chinesische Milchprodukte vom Markt genommen werden: Tausende chinesischer Kinder waren erkrankt, nachdem sie mit der toxischen Substanz Melamin verunreinigte Milch getrunken hatten. Mindestens vier Kinder starben. Auch Haustierfutter, Zahnpasta, Fisch und einige Arzneimittel gaben in jüngster Vergangenheit Anlass zu Sicherheitsbedenken.

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