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Illegaler Anbau von Cannabispflanzen

Die Beliebtheit von Cannabis bei jungen Leuten flaut ab.

Zu diesem Schluss kommt ein Cannabisbericht für die EU English – ein künftig wohl maßgebliches Referenzwerk, wenn es um diese bis heute umstrittene Droge geht. Mit seinen mehr als 700 Seiten ist der Bericht der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EBDD English eine der umfassendsten Untersuchungen zu dem Thema.

Das zweibändige Opus verfolgt die Spur des Cannabis durch Europa: von der medizinischen Verwendung der Pflanze im 19. Jahrhundert über das holländische Phänomen der Coffeeshops oder die Entkriminalisierung der Droge in den 60er Jahren in Großbritannien bis zur Situation in der Gegenwart. Im Mittelpunkt des Berichts stehen Konsumverhalten, gesundheitliche Auswirkungen, Therapien, Lieferwege, rechtliche Aspekte und sogar Straßenpreise und Wirkstoffgehalt.

Cannabis war in Europa lange Zeit die Droge Nr. 1, die fast ein Viertel aller Erwachsenen früher oder später einmal probiert haben. Gleichzeitig hat es fortwährend für Diskrepanzen und Diskussionen zwischen politischen Verantwortlichen, Wissenschaftlern, Strafverfolgern und Verfechtern gesorgt.

„Daher ist die Öffentlichkeit tagtäglich mit einer Flut von Informationen zur Cannabis-Thematik konfrontiert, von denen einige sehr wohl fundiert, andere jedoch werbend und mitunter irreführend sind“, erklärte EBDD-Direktor Wolfgang Götz.

Die EU-Mitgliedstaaten verfolgen keine einheitliche Linie, was den Umgang mit Cannabis angeht. Vielmehr gibt es eine ganze Palette von Gesetzen und Verfahren, durch die der Konsum mehr oder weniger streng geahndet wird. Die Veröffentlichung des Berichts wird von der wachsenden Sorge begleitet, dass eine weiche Linie bei Cannabis den internationalen Kampf gegen die Kriminalität unterminieren könnte.

Der Cannabiskonsum stieg in Europa in den 90er Jahren sprunghaft an, scheint aber mittlerweile seinen Höhepunkt erreicht zu haben. In einigen Ländern stagniert der Konsum oder ist sogar rückläufig, während er in anderen Ländern nur noch moderat zunimmt.

In dem vorgelegten Bericht werden stärkere Kontrollen gefordert, zumal der regelmäßige Griff zur Droge immer häufiger vorkommt. Rund 3 Millionen Europäer konsumieren Cannabis nahezu täglich – das ist ungefähr 1 % der Erwachsenen.

Die europäische Beobachtungsstelle sammelt und veröffentlicht Informationen über Drogen English von 30 nationalen Einrichtungen und erstellt auf dieser Grundlage ein Gesamtbild von der Drogenproblematik in Europa. Die 1993 gegründete Agentur hat ihren Sitz in Lissabon (Portugal).

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