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Sicheres surfen für Kinder - 28/02/2008

Zwei kleine Kinder am Computer

Soziale Netzwerke, Chaträume, Online-Spiele – es gibt viele Möglichkeiten, im Internet Leute zu treffen. Doch wenn es um unsere Kinder geht, müssen wir uns fragen, wen sie hier eigentlich treffen.

Das neue EU-Programm „Mehr Sicherheit im Internet” English baut auf den bestehenden Schutzmaßnahmen English auf, geht aber noch einen Schritt weiter: Abgesehen vom Kampf gegen illegale Inhalte soll auch dagegen vorgegangen werden, dass Kinder online schikaniert werden und dass mit der Absicht Kontakt zu ihnen aufgenommen wird, sie später zu missbrauchen.

„Die EU hat in den letzten Jahren wesentlich dazu beigetragen, das Internet für Kinder sicherer zu machen, aber es gibt noch viel zu tun,“ so Viviane Reding, EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien. Mit dem neuen Programm übernimmt Europa die Führungsrolle beim Schutz von Jugendlichen vor Missbrauch über das Internet.

Kinder und Jugendliche gehen mit dem Internet und mit Mobiltelefonen anders um als Erwachsene. Damit die Vorschläge der Kommission für sie auch wirklich relevant sind, wurden im Rahmen des Jugendforums „Sicheres Internet” English die Jugendlichen selbst in die Erarbeitung der Vorschläge miteinbezogen.

Das mit 55 Millionen Euro ausgestattete neue Programm hat folgende Ziele:

  • Es soll leichter werden, illegale Inhalte und schädliches Verhalten zu melden – insbesondere Material über Kindesmissbrauch und Kontaktaufnahme mit der Absicht des Missbrauchs.
  • Kinder und Jugendliche sollen über Jugendgremien stärker in die Gestaltung eines sicheren Online-Umfelds einbezogen werden.
  • Die Selbstregulierung der Branche soll gefördert werden.
  • Kinder, Eltern und Lehrer sollen stärker für das Thema sensibilisiert werden und bessere Ratschläge und Informationen über empfehlenswerte Verfahren erhalten.
  • Forscher, die sich mit Fragen der Sicherheit von Kindern im Internet befassen, sollen europaweit zusammenarbeiten, um ihre Erfahrungen auszutauschen und eine Wissensbasis aufzubauen.

Doch ist das alles wirklich notwendig? Können Kinder wirklich nicht einschätzen, welche Risiken sie eingehen? Eine 2007 durchgeführte eingehende Untersuchung English zeigte, dass Kinder das Internet und Mobiltelefone zwar kreativ nutzen und über die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen Bescheid wissen, sich aber doch oft riskant verhalten. Einige Jugendliche bestätigten, im Internet bereits schikaniert oder von Unbekannten kontaktiert worden zu sein.

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