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EU will mehr Sicherheit bei der Energieversorgung - 04/06/2014

Netz von orangen Gasleitungen © EU

Die EU hat mit Blick auf das aktuelle geopolitische Umfeld Maßnahmen zur Sicherung der Energieversorgung vorgeschlagen.

Europa ist bei der Energieversorgung zu 50 % von Einfuhren abhängig und deshalb empfindlich gegenüber politischen Ereignissen in seinen Nachbarländern.

Besonders störungsanfällig ist die Erdgasversorgung: Erdöl wird zumeist per See in die EU eingeführt, Gas hingegen über Leitungen. Deshalb können Lieferquellen und Versorgungswege nicht einfach geändert werden, wenn eine Krisensituation auftritt.

Nachdem in den Wintermonaten der Jahre 2006 und 2009 die Gaslieferungen kurzfristig unterbrochen worden waren, leitete die EU Maßnahmen zur Sicherung der europäischen Energieversorgung ein.

Die Spannungen in der Ukraine, durch die die Gasleitungen aus Russland laufen, haben verdeutlicht, dass diese Maßnahmen noch intensiviert werden müssen.

Sicherheit erhöhen

Um eine unterbrechungsfreie Versorgung im kommenden Winter gewährleisten zu können, schlägt die Kommission „Stresstests“ vor: Durch Simulation soll geprüft werden, wie das Energiesystem eine Störung der Erdgasversorgung verkraften kann. Darauf aufbauend sollen Notfallpläne und Sicherungsmechanismen, zum Beispiel die Aufstockung der Gasvorräte, entwickelt werden.

Für langfristige Energiesicherheit schlägt die EU Folgendes vor:

  • Diversifizierung der Bezugsquellen, aus denen Europa seine Energie einführt. 2013 stammten über 90 % der EU-Erdgaseinfuhren aus vier Ländern: Russland, Algerien, Libyen und Norwegen.
  • Energie sparen und die Infrastruktur verbessern, um Energie effizienter einzusetzen.
  • Eigene Energieressourcen der EU nutzen. Die einheimische Energieerzeugung ist in der EU zwischen 1995 und 2012 um fast 20 % zurückgegangen. Sie könnte jedoch durch nachhaltige Gewinnung fossiler Brennstoffe und stärkere Nutzung erneuerbarer Energiequellen verbessert werden.
  • Vollendung des Energiebinnenmarkts zur Unterstützung der Energieflüsse innerhalb Europas. Sechs EU-Länder beziehen ihr gesamtes Erdgas allein aus Russland. Wenn Energie dahin geleitet werden kann, wo sie dringend benötigt wird, verringert sich deren Abhängigkeit.

Nächste Schritte

Die von der Europäischen Kommission erarbeiteten Vorschläge werden am 26./27. Juni von den EU-Staats- und Regierungschefs erörtert.

Pressemitteilung – Strategie zur Stärkung der Versorgungssicherheit  

Fragen und Antworten – Energiesicherheit in der EU English

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