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EU sieht Meeresressourcen als Chance für nachhaltiges Wachstum - 12/05/2014

An einem Offshore-Windpark in Dänemark festgemachtes Dienstschiff © EU

Die EU hat einen Aktionsplan für eine bessere und verantwortungsvollere Nutzung der europäischen Meeresressourcen vorgelegt.

Wenn man bedenkt, dass zwei Drittel unserer Erdoberfläche von Wasser bedeckt sind, ist es nicht verwunderlich, dass die Meeresressourcen dazu beitragen können, unseren Bedarf an Lebens- und Arzneimitteln sowie Energie zu decken. Auch könnte die „blaue Wirtschaft“ nachhaltiges Wachstum fördern. 

Allerdings ist unser Wissen über die Meere begrenzt, und die Forschungsanstrengungen der EU-Länder sind noch nicht gut genug koordiniert.

Forschung und Innovation

Durch den Aktionsplan soll Folgendes erreicht werden:

  • Vollständige digitale Kartierung des Bodens der europäischen Meere bis 2020. 30 % des europäischen Meeresbodens wurden noch nicht erkundet, und die vorhandenen Daten sind auf verschiedene Organisationen verteilt. Wenn wir wissen, was im Meer und auf dem Meeresboden vorgeht, können wir unsere Ozeane bestmöglich nutzen und gleichzeitig sicherstellen, dass empfindliche Ökosysteme nicht geschädigt werden.
  • Schaffung einer Online-Informationsplattform bis 2016. Dort werden Einzelheiten zu Forschungsprojekten und deren Ergebnisse bekanntgegeben, um Doppelarbeit zu vermeiden und Innovationen zu beschleunigen.
  • Einrichtung eines Wissenschaftsforums, an dem der private Sektor, Wissenschaftler und NRO mitwirken; dies soll dazu beitragen, die blaue Wirtschaft der Zukunft zu gestalten und Ideen auszutauschen.

In dem Maße, in dem der Sektor wächst, braucht Europa mehr Ingenieure und Wissenschaftler, die sich mit den neuen Technologien auskennen. 

So wird beispielsweise davon ausgegangen, dass im Bereich der Offshore-Windenergie bis 2020 weitere 131 000 Mitarbeiter benötigt werden.

In dem Aktionsplan werden Forschungseinrichtungen und Unternehmensverbände aufgerufen, die Erfordernisse, Kenntnisse und Qualifikationen künftiger Arbeitnehmer darzulegen.

Wirtschaft und Umwelt

In Europa sind bereits mehr als 5 Millionen Menschen in der blauen Wirtschaftund in so unterschiedlichen Bereichen wie Tourismus oder Fischerei beschäftigt.

Zwischen 2007 und 2013 förderte die EU die Meeresforschung durchschnittlich mit 350 Millionen Euro jährlich, zusätzlich zu den 1,3 Milliarden Euro, die von den europäischen Ländern für nationale Projekte vorgesehen waren.

Im Rahmen von Horizont 2020 English – eines EU-Innovationsprogramms zur Förderung des Wirtschaftswachstums – wird allein 2014-2015 eine Summe von 145 Millionen Euro für „blaues“ Wachstum bereitgestellt.

Bei der Ausschöpfung der Wachstumsmöglichkeiten ist jedoch darauf zu achten, dass die Meere für künftige Generationen erhalten bleiben. Nachhaltigkeit und Wachstum können Hand in Hand gehen. Bei saubererem Wasser ist für Schalentiere beispielsweise ein höherer Preis zu erzielen.

Die Überwachung der Ozeane wird fortgesetzt, um die Umweltauswirkungen der blauen Wirtschaft zu bewerten.

Pressemitteilung: EU sieht Innovation im Meeresbereich als Chance für nachhaltiges Wachstum

Fragen und Antworten zu Innovation in der blauen Wirtschaft English

Programm Meereskenntnisse 2020

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