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Steigende Energiepreise und ‑kosten in den Griff bekommen - 29/01/2014

Hand mit Stecker vor Steckdose © EU

Ein neuer Bericht der EU über den Anstieg der Energiepreise in Europa zeigt Möglichkeiten zur Senkung der Verbraucherkosten und zur Wahrung der Wettbewerbsfähigkeit von EU-Unternehmen im globalen Markt auf.

Die Energiepreise auf Verbraucherebene sind in Europa zwischen 2008 und 2012 deutlich gestiegen, obwohl die Großhandelspreise für Strom sanken und für Erdgas konstant blieben. Auch die Unterschiede zwischen den einzelnen EU-Ländern sind erheblich: Manche Verbraucher zahlen 2,5 bis 4 Mal mehr als andere.

Im EU-Bericht „Energiepreise und ‑kosten in Europa“ wird mit Schwerpunkt auf Gas und Strom untersucht, warum die Preise auf Endkundenebene steigen und wie Verbraucher und Unternehmen Energie und Geld sparen können.

Energiekosten für Verbraucher senken

Die EU will 2014 den gemeinsamen Energiemarkt vollenden und die Energie-Infrastruktur weiter ausbauen. Ein stärker liberalisierter und besser koordinierter Markt dürfte die Investitionstätigkeit und den Wettbewerb beleben und die Effizienz in vielen Bereichen steigern. Logische Folgen wären Preissenkungen und einheitlichere Wettbewerbsbedingungen in der Union.

Um die Kosten unter Kontrolle zu halten, sollten Privathaushalte und Unternehmen mit effizienteren Produkten und anderen Energiesparmaßnahmen ihre Energieeffizienz steigern. Daneben sollten die Verbraucher nach Möglichkeit auf günstigere Tarife umstellen oder zu Versorgern mit preiswerteren Angeboten wechseln.

Da die steigenden Energiekosten die niedrigsten Haushaltseinkommen am härtesten treffen, sollten die Regierungen der EU-Länder auch sozialpolitische Maßnahmen zum Schutz benachteiligter Verbraucher in Betracht ziehen.

Wettbewerbsfähigkeit der EU wahren

Die Energiepreisunterschiede zwischen der EU und anderen großen Volkswirtschaften werden immer größer. Nach Einschätzung der Internationalen Energie-Agentur ist deshalb zu erwarten, dass der Anteil der EU an den weltweiten Ausfuhren von energieintensiven Gütern wie Keramik, Aluminium und Stahl zurückgeht.

Daher wird die EU, obwohl sie beim Export energieintensiver Erzeugnisse weiterhin führend ist, wohl weitere Anstrengungen unternehmen müssen, um die höheren Energiekosten durch Verbesserungen der Energieeffizienz abzufedern.

Daneben muss sie die Verhandlungen mit den internationalen Partnern über Energiesubventionen und Ausfuhrbeschränkungen voranbringen. Außerdem kann es sich als notwendig erweisen, bestimmte gewerbliche Verbraucher mit Transferleistungen sowie Steuer- und Abgabenbefreiungen vor höheren Energiekosten zu schützen.

In die Zukunft investieren

Da die Energiepreise kurzfristig weiter steigen werden, ist nun der richtige Zeitpunkt für Investitionen in „intelligente“ Stromnetze und verbesserte Technologien zur effizienteren Erzeugung, Übertragung und Speicherung von Energie. Im Zusammenwirken mit einem Energiebinnenmarkt dürften diese Maßnahmen langfristig zu Preissenkungen führen.

Mit flexiblen Energiesystemen, preisbewussten Verbrauchern, wettbewerbsgeprägten Märkten und wirksamer Regulierung wird Europa besser in der Lage sein, Preisanstiege zu begrenzen, Investitionsmittel aufzubringen und Kostensteigerungen so gering wie möglich zu halten.

Pressemitteilung: Fragen und Antworten zum Bericht über die Energiepreise 

EU-Energiemarkt 

Ein besseres Energieangebot für die Verbraucher

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