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Ausbau erneuerbarer Energien nach 2020 - 08/06/2012

Straße durch Felder mit Windrädern im Hintergrund © iStockphoto.com/Robert Mandel

Das Wachstum im Markt für erneuerbare Energieträger wird einbrechen, falls die EU jetzt keine weiteren Maßnahmen zur Kostensenkung und Investitionsförderung trifft. Die Kommission zeigt Handlungsmöglichkeiten auf.

Die EU macht planmäßige Fortschritte in Richtung auf das Ziel, im Rahmen ihrer Klimaschutzstrategie bis 2020 ihren Energiebedarf zu 20 % mit erneuerbaren Energieträgern zu decken.

Das ist erfreulich. Mit mehr Energie aus Wind und Sonne, Wasser- und Gezeitenkraft sowie Erdwärme und Biomasse verringert die EU ihre Abhängigkeit von Energieeinfuhren und fördert gleichzeitig Innovation und Beschäftigung.

Die Industrie investiert jedoch nur zurückhaltend in erneuerbare Energien. Sie erwartet mit Blick auf die EU-Politik mehr Planungssicherheit. Außerdem sinken die Kosten zu langsam.

Falls erneuerbare Energieträger auch künftig mit deutlich höheren Kosten behaftet sind als fossile Brennstoffe, dürfte sich das Marktwachstum nach 2020 daher abschwächen.

Deshalb prüft die Kommission in einem Bericht über erneuerbare Energien Möglichkeiten zur Senkung der Kosten durch ein stärker koordiniertes EU-Konzept. Daneben leitet sie die Entwicklung der EU-Politik für die Zeit nach 2020 ein.

Die Kosten können durch mehr Wettbewerb auf dem Energiemarkt der EU gesenkt werden. Subventionen für fossile Brennstoffe müssen allmählich auslaufen und die Energiesteuern so gestaltet werden, dass sie zu Investitionen in CO2-arme Technologien anregen. Gleichzeitig sollte die Förderung erneuerbarer Energien schrittweise zurückgefahren oder abgeschafft werden, damit dieser Wirtschaftszweig Anreize erhält, auf lange Sicht Wettbewerbsfähigkeit mit anderen Energiequellen zu erreichen.

Die nationalen Förderprogramme sollten ebenfalls reformiert werden, um Kostensenkungen zu begünstigen. Sie sollten EU-weit angeglichen und vereinfacht werden, um den Verwaltungsaufwand für die Industrie zu verringern.

Die EU sollte darauf hinwirken, dass Wind- und Solarenergie dort produziert wird, wo es wirtschaftlich sinnvoll ist, wie die Unternehmen es auch mit anderen Produkten und Dienstleistungen tun. Die EU-Länder können dann Wind- oder Solarenergie von einem anderen EU-Land oder von einem Land außerhalb der EU zu Preisen kaufen, die unter den Kosten der Entwicklung ihrer eigenen erneuerbaren Energiequellen liegen.

Nächste Schritte

Die Kommission beginnt damit, für die Zeit nach 2020 politische Optionen zu entwickeln, die Innovationen stärker fördern und zu Kostensenkungen führen. Wird jetzt eine klare Politik festgelegt, so ermutigt dies die Industrie zu den langfristigen Investitionen, die zum Ausbau der erneuerbaren Energiequellen nötig sind.

Im letzten Jahr veröffentlichte die Kommission ihren Fahrplan für eine CO2-arme Wirtschaft , der alle Wirtschaftsbereiche abdeckt. Daneben erstellt sie spezifische Pläne für einzelne Wirtschaftssektoren, z. B. ihren Energiefahrplan 2050 .

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