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Die CO2-Emissionen sollen bis 2050 um mehr als 80 % gesenkt werden – ohne dass es zu Versorgungsengpässen und Einbußen der Wettbewerbsfähigkeit kommt.
Die EU will die Treibhausgasemissionen bis 2050 um 80 % bis 95 % im Vergleich zu 1990 senken – und zieht dafür alle Register zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes.
Im März veröffentlichte die Kommission ihren Fahrplan für eine CO2-arme Wirtschaft
. Dieser bezieht sich auf alle Wirtschaftssektoren und enthält detaillierte Pläne für einzelne Branchen. Nun wurde der Energiefahrplan 2050
vorgelegt.
Es ist nur schwer vorherzusagen, wie viel Energie wir in Zukunft brauchen und ob genügend Ressourcen zur Verfügung stehen werden. Aus diesem Grund spielt die Kommission verschiedene Szenarien durch. Sie untersucht die möglichen Auswirkungen, Herausforderungen und Chancen einer Modernisierung des Energiesystems. Auch mögliche Änderungen der Kohlenstoffpreise, Technologien und Netze werden berücksichtigt.
Wie kann der Kohlenstoffausstoß reduziert werden?
Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Atomkraft und CO2-Abscheidung und -Lagerung sind die vier wichtigsten Optionen, die in den Szenarien kombiniert werden. Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick:
In ihren Szenarien geht die Kommission davon aus, dass alle Länder Maßnahmen gegen den Klimawandel ergreifen. Aber nicht nur die Senkung des CO2-Ausstoßes ist wichtig. Auch Investitionen in marode Energie-Infrastrukturen, die zum Teil 40 Jahre alt sind, wären dringend nötig.
Investitionen in die Zukunft
Bis 2030 werden die Strompreise weiter steigen – höchste Zeit also, in intelligente Elektrizitätsnetze und verbesserte Technologien zur effizienten Produktion, Übertragung und Speicherung von Energie zu investieren. Diese Maßnahmen sollten – neben einem gemeinsamen Energiemarkt – langfristig für einen Rückgang der Preise sorgen.
Die Kosten würden durch nachhaltige Investitionen in die europäische Wirtschaft, neue Arbeitsplätze und eine größere Unabhängigkeit von Energieimporten aufgewogen.
Nächste Schritte
In den nächsten Jahren werden auf der Grundlage des Energiefahrplans Vorschläge unterbreitet, angefangen bei Maßnahmen zum Binnenmarkt, zu erneuerbaren Energieträgern und nuklearer Sicherheit im Jahr 2012.