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Energie der Zukunft: wettbewerbsfähig und CO2-arm - 19/12/2011

Straße durch Felder mit Windrädern im Hintergrund © iStockphoto.com/Robert Mandel

Die CO2-Emissionen sollen bis 2050 um mehr als 80 % gesenkt werden – ohne dass es zu Versorgungsengpässen und Einbußen der Wettbewerbsfähigkeit kommt.

Die EU will die Treibhausgasemissionen bis 2050 um 80 % bis 95 % im Vergleich zu 1990 senken – und zieht dafür alle Register zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes.

Im März veröffentlichte die Kommission ihren Fahrplan für eine CO2-arme Wirtschaft . Dieser bezieht sich auf alle Wirtschaftssektoren und enthält detaillierte Pläne für einzelne Branchen. Nun wurde der Energiefahrplan 2050 vorgelegt.

Es ist nur schwer vorherzusagen, wie viel Energie wir in Zukunft brauchen und ob genügend Ressourcen zur Verfügung stehen werden. Aus diesem Grund spielt die Kommission verschiedene Szenarien durch. Sie untersucht die möglichen Auswirkungen, Herausforderungen und Chancen einer Modernisierung des Energiesystems. Auch mögliche Änderungen der Kohlenstoffpreise, Technologien und Netze werden berücksichtigt.

Wie kann der Kohlenstoffausstoß reduziert werden?

Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Atomkraft und CO2-Abscheidung und -Lagerung sind die vier wichtigsten Optionen, die in den Szenarien kombiniert werden. Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick:

  • Eine Reduzierung des Kohlenstoffausstoßes ist möglich und könnte auf lange Sicht sogar weniger kosten, als wenn alles weiterliefe wie bisher;
  • Energieeffizienz und erneuerbare Energien sind entscheidend, unabhängig vom Energiemix;
  • Investitionen in die Modernisierung der Infrastruktur müssen heute getätigt werden, um Mehrkosten in der Zukunft zu vermeiden;
  • ein gemeinsamer Energiemarkt ist unumgänglich, um die Energiekosten niedrig zu halten und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Bis 2014 dürfte die Integration des Energiemarkts abgeschlossen sein.

In ihren Szenarien geht die Kommission davon aus, dass alle Länder Maßnahmen gegen den Klimawandel ergreifen. Aber nicht nur die Senkung des CO2-Ausstoßes ist wichtig. Auch Investitionen in marode Energie-Infrastrukturen, die zum Teil 40 Jahre alt sind, wären dringend nötig.

Investitionen in die Zukunft

Bis 2030 werden die Strompreise weiter steigen – höchste Zeit also, in intelligente Elektrizitätsnetze und verbesserte Technologien zur effizienten Produktion, Übertragung und Speicherung von Energie zu investieren. Diese Maßnahmen sollten – neben einem gemeinsamen Energiemarkt – langfristig für einen Rückgang der Preise sorgen.

Die Kosten würden durch nachhaltige Investitionen in die europäische Wirtschaft, neue Arbeitsplätze und eine größere Unabhängigkeit von Energieimporten aufgewogen.

Nächste Schritte

In den nächsten Jahren werden auf der Grundlage des Energiefahrplans Vorschläge unterbreitet, angefangen bei Maßnahmen zum Binnenmarkt, zu erneuerbaren Energieträgern und nuklearer Sicherheit im Jahr 2012.

Mehr zur Energiestrategie der EU

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