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Sichere Energieversorgung - nicht nur bei uns - 08/09/2011

Drei Erdgasleitungen, die durch ein grünes Feld laufen © iStock/ssuaphoto

Eine bessere zwischenstaatliche Koordinierung stärkt die EU bei ihren Verhandlungen mit internationalen Energielieferanten.

Die EU ist in zunehmendem Maße von Energieeinfuhren abhängig, und sie braucht eine klare Strategie, um ihre Energieinteressen im Ausland zu vertreten. Der Wettbewerb um Öl-, Gas- und Kohlelieferungen aus Übersee und entsprechende Störungen führen zu hohen und schwankenden Energiepreisen an der Tankstelle und beim Heizen der Häuser.

Ein neuer Vorschlag English der Kommission würde es den EU-Ländern ermöglichen, gemeinsam aufzutreten, wenn sie mit den Lieferanten verhandeln und internationale Abkommen aushandeln. Für alle würde eine sichere Versorgung zu wettbewerbsfähigen Preisen möglich.

Eine gemeinsame Position würde auch zur Förderung starker Energiepartnerschaften mit wichtigen Nachbarländern beitragen. Der Klimawandel ist eines der Probleme, die die EU und die meisten anderen Länder herausfordern - und die sich nur durch internationale Zusammenarbeit bewältigen lassen.

Der Vorschlag ist Teil des EU-Plans Energie 2020 English mit den Zielen Verbrauchssenkung, bessere Energieeffizienz, sichere Versorgung, Vermeidung von Lieferengpässen und Unterstützung des Wirtschaftswachstums.

Maßnahmen zur Versorgungssicherung:

  • Förderung der Transparenz: Die EU-Länder sollen Informationen über ihre internationalen Energieabkommen austauschen;
  • Koordinierung der Vorgehensweise gegenüber Partnerländern und Festlegung gemeinsamer, in internationalen Organisationen einzunehmender Positionen;
  • Förderung umfassender Energiepartnerschaften mit den wichtigsten Partnerländern.

Zusammenarbeit mit Partnerländern

Mehr Markttransparenz und eine nachhaltigere Energiepolitik werden Anreize zu Investitionen setzen und die Märkte besser gegen Angebotsschocks wappnen. Dies sollte dazu beitragen, Unterbrechungen der Versorgung zu vermeiden, wie sie 2009 Osteuropa trafen.

Prioritäten der EU sind ein Abkommen mit Aserbaidschan und Turkmenistan über die transkaspische Gaspipeline und eine neue Partnerschaft für Projekte zu erneuerbarer Energie mit den Ländern des südlichen Mittelmeerraums.

Der Vorschlag sieht auch verstärkte Maßnahmen vor, um Entwicklungsländern einen besseren Zugang zu erneuerbarer Energie zu verschaffen.

Nächste Schritte

Die Strategie wird in den nächsten Jahren umgesetzt. Die EU-Länder sollten 2012 beginnen, das neue System zum Austausch von Informationen über Energieabkommen zu verwenden.

Mehr zur internationalen Energiepolitik der EU English

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