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Umfangreiche EU-Zuschüsse für Energieprojekte - 04/03/2010

Hand mit Stromkabel vor Steckdose ©EC

Die EU stellt 2,3 Milliarden Euro für 43 Gas- und Stromprojekte bereit – noch nie zuvor hat sie so viel auf einmal für Energieinfrastrukten ausgegeben.

Finanziert werden 31 Gasleitungsprojekte, darunter das Projekt „Nabucco“, bei dem Gas aus der Region des Kaspischen Meeres über die Türkei nach Österreich gebracht werden soll, sowie das Projekt „Galsi“ (von Algerien über Sardinien nach Italien). In 12 weiteren Projekten geht es um bessere Verbindungen zwischen einzelnen Stromnetzen, um abgelegene Länder wie Irland, Malta, Litauen, Lettland und Estland in das umfassende EU-Energienetz einzubinden.

Während der Rezession hatte die EU 3,98 Milliarden Euro bereitgestellt, um die wirtschaftliche Erholung zu unterstützen. Mit diesem Paket werden nun die übriggebliebenen Mittel aufgebraucht. Durch die ausgewählten Projekte sollen Arbeitsplätze geschaffen und kleinen Unternehmen – insbesondere in der Bau- und Dienstleistungsbranche – geholfen werden, in schwierigen Zeiten zu überleben. Durch ihre Anlauffinanzierung könnte die EU private Investitionen von bis zu 22 Milliarden Euro mobilisieren.

Darüber hinaus wird diese Maßnahme zur Diversifizierung der Gasimporte beitragen und dafür sorgen, dass der Energiefluß weniger durch europäische Grenzen behindert wird, erklärte der neue Energiekommissar Günther Oettinger.

„Nie zuvor hat die Kommission einen so hohen Betrag für Energieprojekte bewilligt“, meinte Oettinger und fügte hinzu, die Mittelbereitstellung werde helfen, die Investitionen in die Energieversorgung auch in schwierigen Zeiten voranzutreiben.

„Die Energie- und Klimaziele Europas machen große und risikoreiche Infrastrukturinvestitionen mit langen Amortisierungszeiträumen erforderlich. Das Problem ist, dass solche Vorhaben beim derzeitigen Wirtschaftsklima Gefahr laufen, aufgeschoben zu werden.“

Die erste Tranche der Zuschüsse wurde im Dezember angekündigt. Dabei wurden 1,5 Milliarden Euro an 9 Offshore-Windenergie-Projekte und 6 Projekte zur Kohlenstoffabscheidung und unterirdischen Speicherung vergeben.

Mehr als die Hälfte der in der EU verbrauchten Energie stammt aus Ländern außerhalb der Union. Ein Großteil davon kommt aus Russland, dessen Streitigkeiten mit der Ukraine und anderen Transitländern die Gasversorgung in den letzten Jahren mehrmals unterbrochen haben.

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