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Erhöhter Schutz gegen Gas-Engpässe - 16/07/2009

Gasleitungen, Rumänien © EC

Vorschläge für mehr Transparenz und Überwachung zur Sicherung der Gasversorgung der EU

In den meisten Teilen der EU wird die lückenlose Strom- und Energieversorgung unserer Wohnungen als selbstverständlich betrachtet. Umso größer war der Schock, als in einigen mittel- und osteuropäischen Ländern im Januar 2009 die Lichter ausgingen und die Heizungen kalt blieben. Die Energieknappheit entstand, als aufgrund eines vertragsbedingten Streits zwischen Russland und der Ukraine die russischen Gaslieferungen an die EU über ukrainische Leitungen unterbrochen wurden.

Ein Viertel der in der EU verbrauchten Energie, darunter 20 % Strom, wird aus Gas hergestellt, welches zu 60 % aus Importen stammt. Einige Länder, zum Beispiel Bulgarien, decken ihren gesamten Gasbedarf aus Importen und sind deshalb besonders anfällig gegenüber Lieferunterbrechungen.

Die Europäische Kommission beabsichtigt, die EU in die Lage zu versetzen, besser mit Gasknappheit umzugehen. Ein neuer Vorschlag soll für transparentere Investitionen in die Energieinfrastruktur sorgen, sodass die EU abschätzen kann, ob geplante Projekte einer zukünftigen Nachfrage standhalten können.

Nach dem Vorschlag soll jedes Land eine Behörde bestimmen, die für die Überwachung der Entwicklungen bei der Gasversorgung zuständig ist, Risiken abschätzt sowie Präventivmaßnahmen und Notfallpläne entwickelt. Gegebenenfalls müsste die Agentur Gas einlagern, um Versorgungsausfällen vorzubeugen.

Mit dem Vorschlag werden alle EU-Mitgliedstaaten aufgefordert, im Falle einer ernstzunehmenden Lieferunterbrechung von außerhalb der EU eng zusammenzuarbeiten. Die Pipelines könnten im Gegenstrombetrieb in umgekehrter Richtung Gas dorthin leiten, wo es am dringendsten gebraucht wird, und mehr Verbindungen zwischen den nationalen Energienetzen könnten verhindern, dass einzelne Länder isoliert werden. Die erforderlichen Investitionen werden im Rahmen des Programms zur Ankurbelung der europäischen Wirtschaft erfolgen.

Darüber hinaus verteilt die EU ihre Gasbestellungen auf verschiedene Lieferanten. Vor kurzem unterzeichnete die EU ein Abkommen über den Bau der Nabucco-Pipeline, mit der die EU über die Türkei mit Gas aus Zentralasien versorgt werden soll.

Die Erdgasversorgung der EU sichern

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