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Druckmesser an einer ukrainischen Gaspipeline ©Reporters

Ukraine und Russland leiten wieder Gas nach Europa.

13 strenge Wintertage lang mussten Millionen europäischer Haushalte ohne Heizung auskommen und Tausende von Schulen und Fabriken sahen sich gezwungen, ihre Tore zu schließen. Doch nun wurde die Unterbrechung der Gasversorgung aufghoben und das Gas kommt wieder bei den Verbrauchern an.

Mit den Worten „Es fällt sehr schwer, das Ende eines Problems zu begrüßen, das gar nicht erst hätte auftreten dürfen“, gab Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso das Ende der Krise bekannt.

Nicht zum ersten Mal haben Spannungen zwischen der Ukraine und Russland zu Engpässen bei der Gasversorgung Europas geführt. Ähnliche Streitigkeiten der letzten Jahre haben gezeigt, dass die EU ihre Abhängigkeit von Energieimporten verringern muss. Dieses Anliegen zählt zu den obersten Prioritäten English der Kommission.

Nach Ansicht des Kommissionspräsidenten muss die EU ihre Energieversorgung diversifizieren und strategische Vorräte anlegen. Er forderte die europäischen Staats- und Regierungschefs mit Nachdruck auf, den Empfehlungen der Kommission rasch zu folgen und 5 Milliarden Euro nicht gebundener EU-Mittel für den Aufbau einer Energieinfrastruktur zu nutzen. Maßnahmen zur Entwicklung der Energieversorgungssicherheit und zur Bekämpfung des Klimawandels verstärken sich gegenseitig – Energieeffizienz und erneuerbare Energien sind ebenso wichtig wie eine gesicherte Energieversorgung.

Aufgrund eines Streits über die genauen Bedingungen eines neuen Liefer- und Transitvertrags stoppte Russland die Gaslieferungen, die durch das Nachbarland Ukraine flossen. Am Wochenende einigten sich der russische und der ukrainische Ministerpräsident auf einen neuen Vertrag und unterzeichneten ihn am 19. Januar.

In dieser verfahrenen Situation hatten die Kommission und die tschechische Präsidentschaft der EU zahlreiche Gespräche mit russischen und ukrainischen Spitzenpolitikern in die Wege geleitet. Durch Vermittlung der EU war eine Vereinbarung zustande gekommen, die Versorgung Europas mit Erdgas unter der Kontrolle von EU-Beobachtern wieder aufzunehmen, doch die beiden Streitparteien hielten sich nicht an die Vereinbarung.

Die Beobachter, die in beiden Ländern weiterhin vor Ort sind, haben bestätigt, dass das Gas wieder fließt.

Die EU bezieht ungefähr ein Viertel ihres Erdgases aus Russland, wobei der größte Teil durch ukrainische Pipelines in die EU gelangt. Die einzelnen EU-Mitgliedstaaten hängen jedoch in sehr unterschiedlichem Maße von den russischen Gaslieferungen ab. Manche Länder erhalten ihr Gas fast ausschließlich aus Russland. In der EU waren die folgenden Länder am stärksten von der Unterbrechung der Gasversorgung betroffen: Slowakei, Tschechische Republik, Bulgarien, Rumänien, Griechenland, Österreich und Ungarn.

Die Energiepolitik der EU English.

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