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Energie auch im Notfall - 13/11/2008

Der neue Energieplan soll die Abhängigkeit der EU von ausländischem Gas und Öl verringern.

Im letzten Jahr sind die Energiepreise in der EU um durchschnittlich 15 % gestiegen. Über die Hälfte der in der EU verbrauchten Energie kommt aus Drittländern – Tendenz steigend.

Dies zeigt, wie wichtig es ist, dass die EU die Öl- und Gasversorgung strenger kontrolliert und sich auf einen Energienotfall besser vorbereitet. Ein neues Energiepaket wird dazu beitragen, dass die EU ihre Klimaziele English erreichen und die Öl- und Gasimporte zurückschrauben kann.

Schon vor Jahrzehnten haben EU-Länder Erdölnotvorräte angelegt. Nun möchte die Kommission den Zugriff auf diese Vorräte vereinfachen und klären, wann und wie dieser Zugriff erfolgen kann. Ferner möchte sie, dass die Öffentlichkeit stärker über kommerzielle Erdölbestände informiert wird.

Im Energiemix der EU steht Gas auf der Liste der wichtigsten Brennstoffe gleich hinter Öl. Obwohl 60 % der Lieferungen aus Nicht-EU-Ländern stammen, verfügt die EU immer noch über keinen Notfallplan, der im Falle einer Versorgungsstörung zum Einsatz kommen könnte. Im Rahmen ihrer Energiestrategie English (en) konsultiert die Kommission nun die Mitgliedstaaten zur Erstellung eines solchen Notfallplans.

Eine weitere Toppriorität ist die Einrichtung eines südlichen Gaskorridors English , eines Pipelinenetzes, für die Versorgung mit Gas aus dem Kaspischen Meer über die Türkei. Die Arbeiten hierfür sollen 2010 beginnen.

Ferner ist die EU entschlossen, ihre Energienetze – die Stromleitungen und Pipelines, die Häuser und Unternehmen mit Elektrizität, Gas und Öl versorgen – zu stärken und diese so umzurüsten, dass sie auch für erneuerbare Energien wie die Windenergie genutzt werden können. Derzeit wird die Möglichkeit geprüft, in der Nordsee einen Offshore-Windpark einzurichten.

Des Weiteren fordert die Strategie fortgesetzte Anstrengungen zur Verbesserung der Energieeffizienz, was beispielsweise durch die Renovierung von Wohn- und Geschäftsgebäuden erreicht werden soll. Ein weiterer Vorschlag befasst sich mit der Einführung von Energiekennzeichen für Reifen ab 2012.

Auch die Kernenergie wird thematisiert. Dabei geht es insbesondere um die Sicherheit und Bewirtschaftung nuklearer Abfälle. Derzeit produzieren Kernkraftwerke ungefähr ein Drittel der Elektrizität in Europa, und über ein Dutzend EU-Länder planen den Bau neuer Kernkraftwerke.

Energiepolitik für Europa English (en) .

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