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Die Ölpreise in den Griff bekommen - 24/06/2008

Öltanker in einem Hafen

Öl produzierende und Öl einführende Länder müssen zusammenarbeiten, um die Ölpreise zu senken.

Nur wenn sowohl Angebot als auch Nachfrage berücksichtigt werden, können die Ölpreise gesenkt werden, erklärte Energiekommissar Andris Piebalgs auf dem Energiegipfel am 22. Juni in Jeddah, Saudi-Arabien.

„Steigt der Ölpreis über 100 $, so schadet das nicht nur den Einfuhrländern sondern auch den Erdöl produzierenden Ländern. Es ist von beiderseitigem Interesse, partnerschaftlich zusammenzuarbeiten, um die Preisschwankungen auf den Märkten zu reduzieren und die Ölpreise wieder auf ein vernünftiges Niveau zu senken. Wir müssen gemeinsam handeln, um das Vertrauen in die Weltwirtschaft wieder aufzubauen, sie zu stabilisieren und so eine Rezession zu vermeiden”, fügte er hinzu.

Kommissar Piebalgs forderte die Erdöl produzierenden Länder mit Nachdruck auf, die Produktion zu steigern und stärker in neue Produktionskapazitäten zu investieren. Die Verbraucherländer rief er auf, die Energieeffizienz zu verbessern, große Notvorräte beizubehalten und Marktspekulationen zu bekämpfen.

Um den Dialog mit den Erdöl produzierenden Ländern zu beleben, hat die EU die Organisation der  Erdöl exportierenden Länder (OPEC) zu einem hochrangigen „ Energiedialog“ am 24. Juni nach Brüssel eingeladen. Ungefähr 40 % der Erdöleinfuhren der EU stammen aus OPEC-Ländern, die seit Aufnahme der Gespräche im November 2005 bereits zum fünften Mal mit der EU zusammenkommen.

Saudi-Arabien, der weltweit größte Erdölexporteur, hat zugesichert, seine Erdölproduktion im Juli – wie bereits in den drei Monaten zuvor – erneut um 200 000 Barrel zu steigern und gegebenenfalls weitere Produktionssteigerungen vorzunehmen, um so die Rekordpreise zu dämpfen.

Der akute Anstieg verursacht nicht nur in den Industrieländern, sondern auch in den Entwicklungsländern Probleme und Spannungen. Angeführt von Fischern, Landwirten und Lkw-Fahrern kam es in Europa zu einer Welle von Protesten und Streiks gegen die in die Höhe schnellenden Kraftstoffpreise der letzten Wochen.

Aus Sorge, dass Spekulationen – und nicht nur Marktkräfte – die Energiekosten in die Höhe treiben, beabsichtigt die Kommission, die Preisentwicklungen zu überwachen und sich für mehr Transparenz auf den Ölmärkten einzusetzen. Bei den Gesprächen in Brüssel wird die OPEC einen Bericht über den Einfluss der Finanzmärkte auf die Ölpreise vorlegen.

Oberste Priorität der Kommission – für die EU- wie Nicht-EU-Länder – bleibt die Erhöhung der Energieeffizienz. Daher hat die EU einen Vorschlag für eine integrierte Strategie zu Energie und Klimawandel vorgelegt, mit der Europa – das Ziel einer nachhaltigen Zukunft vor Augen – auf den rechten Weg gebracht werden soll.

Weiterführende Informationen zur Erdölstrategie der EU

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