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EU will Sicherheit und Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer in Europa verbessern - 11/06/2014

Bauarbeiter mit hochsichtbarer Warnweste und Schutzhelm in einem U-Bahn-Schacht

Die EU kündigt Pläne zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und zur Verhütung von Arbeitsunfällen in Europa an.

Jedes Jahr erleiden über 3 Millionen Menschen in der EU einen schweren Arbeitsunfall – das heißt einen Unfall, der eine Ausfallzeit von mehr als drei Tagen nach sich zieht – und jedes Jahr sterben 4 000 Menschen an den Folgen eines Arbeitsunfalls. Fast ein Viertel der europäischen Arbeitnehmer sind der Überzeugung, dass ihre Arbeitsbedingungen ihre Sicherheit gefährden.

Neben dem menschlichen Leid fügen schlechte Arbeitsbedingungen auch der Wirtschaft ernsthaften Schaden zu: allein in Deutschland wird der Produktivitätsverlust durch Fehlzeiten auf 3,1 % des BIP geschätzt. Unfälle und Erkrankungen treiben auch die Kosten der sozialen Sicherheit in die Höhe.

Einer Studie aus dem Jahr 2010 zufolge erbringt jeder in die Verhütung von Arbeitsunfällen investierte Euro eine Rendite zwischen 1,29 Euro und 2,89 Euro.

Verbesserung der Arbeitsbedingungen

Die EU-Vorschläge zur Verbesserung des Gesundheitsschutzes der Arbeitnehmer umfassen folgende Maßnahmen:

  • Unterstützung kleiner Unternehmen bei der Einhaltung der Sicherheitsvorschriften
  • Gewährleistung hoher professioneller Standards in der täglichen Arbeit der Arbeitsaufsichtsbehörden
  • laufende Anpassung der Kontrollmethoden an die von neuen Technologien und Innovationen wie Nanomaterialien ausgehenden Gefahren
  • Berücksichtigung des Alterns der Erwerbsbevölkerung in Europa
  • bessere Zusammenarbeit in Gesundheits- und Sicherheitsfragen mit internationalen Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) françaisEnglishespañol.

EU-Mittel sollen bei der Umsetzung der Maßnahmen helfen, die sich aus Konsultationen mit Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden in ganz Europa ergeben.

Gleichzeitig schlägt die EU jedoch zur Verringerung des Verwaltungsaufwands für die Unternehmen eine Vereinfachung der bestehenden Rechtsvorschriften vor, soweit dies ohne Sicherheitseinbußen möglich ist.

Bisherige Erfolge

Die Strategie für die Jahre 2007–2012 auf der Grundlage eines gemeinsamen Rahmens für Maßnahmen überall in der EU, die auf den jeweiligen Bedarf der einzelnen Länder zugeschnitten waren, hat einen Rückgang der schweren Arbeitsunfälle um fast 30 % bewirkt.

In den letzten Jahren haben neue Verordnungen dazu beigetragen, die Arbeitnehmer in Europa vor der Gefährdung durch chemische Arbeitsstoffe und elektromagnetische Felder zu schützen.

Pressemitteilung: Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz 2014–2020

Häufig gestellte Fragen: Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz English

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