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Abfedern der sozialen Auswirkungen von Umstrukturierungen - 13/12/2013

Mann und Frau mit Mappen © EU

Die EU zeigt anhand bewährter Verfahren auf, wie Unternehmensumstrukturierungen und Entlassungen sozial verträglich gestaltet werden können.

Alle EU-Länder sind von Unternehmensumstrukturierungen betroffen, die unter den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Anlass zur Besorgnis geben. Seit 2002 sind über 16 000 Umstrukturierungsmaßnahmen mit einem Nettoverlust von mehr als 2 Millionen Arbeitsplätzen zu verzeichnen.

Die EU will diesem Trend durch Einführung einer Reihe bewährter Verfahren für Unternehmen, Arbeitnehmer, Gewerkschaften, Arbeitgeberorganisationen und öffentliche Verwaltungen entgegenwirken.

Im Anschluss an eine öffentliche Konsultation hat die EU Leitlinien pdf - 164 KB [164 KB] English (en) français (fr) auf der Grundlage realer Erfahrungen von Unternehmen erstellt. Diese tragen den spezifischen Belangen aller beteiligten Gruppen Rechnung und enthalten Empfehlungen für den vorausschauenden Umgang mit Umstrukturierungen und den damit verbundenen Prozessen.

Ziel ist, den Unternehmen die Vorausplanung des zukünftigen Bedarfs an Arbeitskräften und Qualifikationen zu erleichtern und Arbeitnehmer bei der Rückkehr auf den Arbeitsmarkt zu unterstützen, wenn Entlassungen unvermeidbar sind. Die gezielten Maßnahmen umfassen

  • strategische langfristige Beobachtung von Arbeitsmarktentwicklungen
  • fortlaufende Erfassung der Anforderungen des Arbeitsmarkts und des Qualifikationsbedarfs
  • Unterstützung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei der Aus- und Fortbildung, Berufsorientierung und Suche nach neuen Arbeitsplätzen
  • Einbeziehung externer Einrichtungen – Behörden, Hochschulen, Berufsbildungseinrichtungen
  • umfassende Nutzung der EU-Fonds zur Förderung der Schaffung von Arbeitsplätzen.

Bei dieser Initiative geht es der EU nicht nur um die Verbreitung bewährter Vorgehensweisen, sondern auch um die langfristige Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen. Daneben berücksichtigt sie die generellen wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen von Umstrukturierungen auf die betroffenen Städte und Regionen.

Die EU fordert die Mitgliedstaaten auf, diese Leitlinien zu unterstützen und bekannt zu machen und deren Anwendung auf die Beschäftigten im öffentlichen Sektor in Betracht zu ziehen. Bis 2016 wird ein Bericht über die Notwendigkeit weiterer Maßnahmen – z. B. neuer EU-Rechtsvorschriften – vorgelegt.

Kommission schlägt bewährte Verfahren zur Begrenzung der sozialen Folgen von Umstrukturierungen vor

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