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Aufruf zur aktiven Unterstützung Arbeitsloser – und potenzieller Arbeitgeber - 20/06/2013

Fünf junge Menschen halten Karten mit Fragezeichen © iStockphoto

Die Kommission ruft die Staats- und Regierungschefs zu konkreten Maßnahmen gegen Jugendarbeitslosigkeit und zur Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für Kleinunternehmen auf.

Junge Menschen und kleine Unternehmen sind Triebkräfte des Wirtschaftswachstums. Deshalb sind ihre Anliegen beim Treffen der Staats- und Regierungschefs der EU in Brüssel am 27. und 28. Juni wichtige Gesprächsthemen. Die Vorschläge der Kommission werden jetzt den EU-Staats- und Regierungschefs und den Mitgliedern des Europäischen Parlaments übermittelt.

Derzeit haben fast sechs Millionen EU-Bürgerinnen und –Bürger unter 25 Jahren keine Arbeit. In einigen Ländern sind mehr als die Hälfte der jungen Menschen, die arbeiten möchten, ohne Beschäftigung.

In ihrem Appell zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit entwickelt die Kommission neue Ideen zur Jugendbeschäftigung und fordert die nationalen Regierungen nachdrücklich dazu auf, bereits beschlossene Maßnahmen wie die Jugendgarantie nun zügig umzusetzen.

Die von den Ministern der EU-Länder im April beschlossene Jugendgarantie sieht vor, dass allen jungen Menschen innerhalb von vier Monaten nach der Beendigung ihrer Ausbildung oder dem Verlust ihres Arbeitsplatzes eine angemessene Beschäftigung, Lehrstelle oder Fortbildungsmöglichkeit oder ein geeignetes Praktikum angeboten wird.

Daneben ersucht die Kommission die Regionen mit einer Jugendarbeitslosigkeit von über 25 %, detaillierte Pläne zur Umsetzung der Initiative vorzulegen und anzugeben, wer daran beteiligt werden soll, wer die Kosten übernimmt und wie die Überwachung erfolgen soll.

Die Verwirklichung der Jugendgarantie wäre für viele Regionen einfacher, wenn die zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit vorgesehenen 6 Milliarden Euro wie von der Kommission vorgeschlagen sofort bereitgestellt würden, anstatt sie über die siebenjährige Dauer des nächsten Finanzrahmens zu verteilen.

Wer in einem anderen EU-Land Beschäftigung sucht, kann bereits im EURES-Jobportal der EU Stellenangebote einsehen und seinen Lebenslauf hochladen. Die Initiative Dein erster EURES-Arbeitsplatz soll jungen Menschen, die im Ausland Arbeit suchen, weitere Fördermöglichkeiten bieten, z. B. Zuschüsse zu den Kosten von Sprachkursen und anderen Fortbildungsmaßnahmen und den Reisekosten. Das System wird derzeit in sechs Ländern getestet.

Solche Initiativen werden natürlich erfolgreicher sein, wenn entsprechend Stellen zur Verfügung stehen. Ein Weg zur Schaffung von Arbeitsplätzen besteht darin, ein günstiges Umfeld für Kleinunternehmen zu schaffen, auf die derzeit ungefähr zwei Drittel der Arbeitsplätze im privatwirtschaftlichen Sektor entfallen.

2012 konsultierte die Kommission kleine Unternehmen zu den EU-Rechtsvorschriften, die ihnen die größte Mühe verursachen. Viele der zu diesen „Top-Ten“ aufwändiger Rechtsvorschriften gehörenden Gesetze wurden zwischenzeitlich verbessert. Kleine Unternehmen haben nun besseren Zugang zu öffentlichen Aufträgen, und die Anforderungen an die Produktsicherheit wurden vereinfacht.

Die Kommission hofft, dass von einer Einigung der EU-Staats- und –Regierungschefs in diesen Fragen neue Wirtschaftsimpulse für Europa ausgehen werden.

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