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Arbeiten in einem anderen EU-Land soll leichter werden - 29/04/2013

Frau mit Kugelschreiber in der Hand sucht in der Zeitungsrubrik „Offene Stellen“ © EU

Neue Vorschläge sollen EU-Bürgern das Arbeiten in einem anderen EU-Land erleichtern.

EU-Bürgerinnen und -Bürger haben das Recht, in einem anderen EU-Land zu leben und zu arbeiten. Dieses Grundrecht kommt nicht nur einzelnen Arbeitnehmern zugute, sondern wegen ihrer Fähigkeiten auch der Wirtschaft des Landes, in dem sie arbeiten.

Angehörige der EU-Mitgliedstaaten, die in einem anderen Land arbeiten, sollten hinsichtlich Zugang zu Arbeitsplätzen, Arbeitsbedingungen, Sozialhilfeleistungen und Steuern theoretisch genauso behandelt werden wie die einheimische Bevölkerung.

De facto sehen sich jedoch viele der 10,7 Millionen EU-Wanderarbeitnehmer Diskriminierungen ausgesetzt.

Beispielsweise kann es vorkommen, dass Verwaltungen oder Unternehmen für bestimmte Beschäftigungsarten diskriminierende Einstellungsregelungen, Quoten oder Staatsangehörigkeitsanforderungen anwenden. Auch die Vergütungs- und Beförderungsregelungen sind nicht unbedingt dieselben wie für die eigenen Staatsangehörigen. Ferner ist es möglich, dass Berufserfahrung und berufliche Qualifikationen nicht in derselben Weise oder sogar überhaupt nicht anerkannt werden.

Diese Hindernisse haben zur Folge, dass viele Menschen zögern pdf - 11 MB [11 MB] English (en) français (fr) , in einem anderen EU-Mitgliedsland zu arbeiten.

Deshalb schlägt die Kommission Maßnahmen vor, die Arbeitnehmern die Wahrnehmung ihrer Rechte, die seit nunmehr seit rund 50 Jahren bestehen und in den EU-Verträgen und der Charta der Grundrechte English festgeschrieben sind, erleichtern und die EU-Länder zu folgenden Maßnahmen verpflichten würden:

  • Schaffung von amtlichen Kanälen für EU-Wanderarbeitnehmer wie auch für die Arbeitgeber, über die Information, Unterstützung und Beratung zu diesen Rechten angeboten werden;
  • Bereitstellung angemessener Rechtsbehelfe, wenn Arbeitnehmer aus anderen EU-Ländern diskriminiert werden;
  • Möglichkeit für Gewerkschaften und andere Einrichtungen, Verwaltungs- oder Gerichtsverfahren im Namen einzelner Personen einzuleiten, gegen deren Rechte verstoßen wird.

Durch entsprechende Information würden die Maßnahmen es den Betroffenen erleichtern, ihre Rechte wirksamer wahrzunehmen. Bei einer im Jahr 2010 durchgeführten Umfrage pdf - 4 MB [4 MB] English (en) français (fr) gaben 67 % der Befragten an, nicht oder überhaupt nicht über ihre Rechte als EU-Bürgerinnen und Bürger informiert zu sein.

Nächste Schritte

Die Vorschläge müssen von den Regierungen der EU-Länder und vom Europäischen Parlament gebilligt werden, um rechtskräftig zu werden.

Hilfe und Beratung zu Ihren Rechten als EU-Bürgerin/EU-Bürger

Das Leben der Bürgerinnen und Bürger erleichtern — neueste Vorschläge

2013: Europäisches Jahr der Bürgerinnen und Bürger English (en) français (fr)

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