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Menschenschlange vor einem Arbeitsamt in Spanien © EU

Europa muss seine Anstrengungen im Bereich Wachstum und Schaffung von Arbeitsplätzen koordinieren, die von der Krise am stärksten Betroffenen unterstützen und dem wachsenden sozialen Ungleichgewicht entgegenwirken.

Nach fünf Jahren Wirtschaftskrise befindet sich die EU erneut in einer Rezession mit rund 26 Millionen Arbeitslosen.

Die Einkommen der Haushalte sind geschrumpft, und fast ein Viertel der Bevölkerung ist bereits in die Armut abgerutscht oder läuft Gefahr, dies zu tun. Laut Bericht der Kommission über Entwicklungen in den Bereichen Beschäftigung und Soziales in Europa 2012 English sind die Länder im Süden und Osten Europas besonders stark betroffen.

Der Bericht zeigt, welche der Hilfsmaßnahmen für die von der Krise am stärksten Betroffenen – wie Jugendliche, arbeitslose Frauen und alleinerziehende Mütter – tatsächlich greifen. Anhand dieser Informationen können die EU-Länder ihre Strategien anpassen und gemeinsame Lösungen entwickeln.

Und wie hilft die EU?

Da Arbeitsuchende in Ländern mit bereits umfassend reformiertem Arbeitsmarkt und Sozialsystem bessere Chancen haben, einen Arbeitsplatz zu finden, hat die Kommission in ihren Vorschlägen zur Beschäftigungspolitik vom April 2012 und ihren länderspezifischen Empfehlungen 2012-2013 zu den nationalen Haushalten und der Wirtschaftspolitik alle EU-Länder aufgefordert, vergleichbare Reformen durchzuführen.

Die Vorschläge beinhalten unter anderem effizientere Investitionen in Aus- und Weiterbildung sowie die Schaffung hochqualifizierter Stellen in Wachstumsbranchen wie der Umweltindustrie und -technologie, den Informations- und Kommunikationstechnologien und dem Gesundheitssektor.

Ferner macht der Bericht deutlich, dass die Sozialsysteme der meisten Mitgliedsländer fast ausgereizt sind und die Regierungen Schwierigkeiten haben, der wachsenden Zahl an Armen zu begegnen.

Die Kommission beabsichtigt, später dieses Jahr den einzelnen EU-Ländern dabei zu helfen, nachhaltige und wirksame sozialpolitische Maßnahmen durchzuführen.

Im Euroraum geht die Schere weiter auseinander

Der Bericht bestätigt ein Auseinanderklaffen der Arbeitslosenquoten zwischen den nördlichen und südlichen Ländern des Euroraums – Ende 2011 betrug die Differenz zwischen den Ländern mit der niedrigsten und denen mit der höchsten Quote 7,5 Prozentpunkte.

Dies könnte die Abstimmung der Wirtschaftspolitik im Euroraum stark belasten. Daher fordert die Kommission die Länder des Euroraums auf, ihre Steuer- und Beschäftigungspolitik besser zu koordinieren. In ihrem Konzept für eine vertiefte und echte Wirtschafts- und Währungsunion pdf - 396 KB [396 KB] English (en) français (fr) português (pt) führt die Kommission auf, welche Schritte zur Erreichung dieser Ziele führen sollen. Unter anderem wird ein gemeinsamer Haushalt benötigt, um bedürftigen Ländern vorübergehend zu helfen.

Ferner muss mehr unternommen werden, um den Euroraum aus der Schuldenkrise herauszuholen, und mehr in die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Verbesserung von Kompetenzen und die soziale Integration investiert werden.

Europäische Beschäftigungsstrategie für mehr und bessere Jobs

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