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Arbeits- und Ausbildungsplätze für junge Menschen - 05/12/2012

In den vorgeschlagenen EU-Maßnahmen ist vorgesehen, dass Arbeitslose unter 25 Jahren garantiert ein Angebot für eine Arbeits- bzw. Ausbildungsstelle oder für eine Weiterbildung erhalten sollen.

Rund 7,5 Millionen Menschen zwischen 15 und 24 Jahren befinden sich weder in Beschäftigung noch in Aus- oder Fortbildung. Die Suche nach einem Arbeitsplatz ist durch die Wirtschaftskrise erheblich erschwert. Mehr als jeder fünfte junge Mensch steht nicht in Arbeit. In Griechenland und Spanien ist mehr als die Hälfte der Jugendlichen von Arbeitslosigkeit betroffen.

Um hier Abhilfe zu schaffen, schlägt die Kommission ein Maßnahmenpaket vor, das eine Empfehlung an die EU-Mitgliedstaaten enthält, Programme zur Einführung einer so genannten Jugendgarantie aufzulegen, die allen unter 25-Jährigen ein Arbeits- oder Ausbildungsplatzangebot garantiert.

Mit diesen Programmen soll gewährleistet werden, dass alle jungen Menschen innerhalb von vier Monaten nach Abschluss ihrer formalen Ausbildung oder nach Verlust ihres Arbeitsplatzes ein Angebot für eine Arbeits-, Ausbildungs- oder Praktikumsstelle bzw. für eine Weiterbildung erhalten.

Die Kommission würde die Programme der Mitgliedstaaten mit EU-Mitteln unterstützen und Netze zum Austausch von Ideen und Erfahrungen zu der Frage aufbauen, wie junge Menschen am besten in Arbeit, Ausbildung oder Weiterbildung zu bringen sind.

In Finnland und Österreich gibt es bereits vergleichbare Garantieprogramme. Derartige Programme kosten den Steuerzahler Geld: rund 21 Milliarden Euro. Weitaus teurer wäre es aber, wenn die jungen Menschen dauerhaft arbeitslos blieben.

Ganz abgesehen vom Leidensdruck der jungen Arbeitslosen und ihrer Familien lastet die Jugendarbeitslosigkeit auch schwer auf der Wirtschaft Europas: berechnet auf der Grundlage geleisteter Unterstützungszahlungen zuzüglich entgangener Steuereinnahmen und Gewinne lässt sich ihr Preis mit 1,2% des Bruttoinlandsprodukts der EU oder jährlich 150 Milliarden Euro English beziffern.

Hilfe ist jetzt angezeigt

Es ist wichtig, jetzt zu handeln, und nicht darauf zu warten, dass die Wirtschaft sich erholt. Je länger junge Menschen arbeitslos bleiben und keine Berufserfahrung sammeln können, umso größer ist die Gefahr, dass sie auch nach Erholung der Wirtschaft nicht in den Arbeitsmarkt zurückfinden.

Überall in Europa sind rund 30 % der arbeitslosen jungen Menschen mehr als 12 Monate ohne Arbeit – 2011 lag ihre Zahl bei 1,6 Millionen, gegenüber 900 000 im Jahr 2008.

Mit dem Maßnahmenpaket wird einer einschlägigen Forderung der Staats- und Regierungschefs der EU und des Europäischen Parlaments entsprochen. Es baut auf bereits bestehenden Maßnahmen auf, die es jungen Menschen erleichtern, ihre Schulausbildung fortzusetzen, eine Berufsausbildung aufzunehmen oder erste Arbeitserfahrungen zu machen.

Mehr zu EU-Beschäftigungsprogrammen für junge Menschen

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