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Unsere Renten und Pensionen sichern - 20/02/2012

Die EU will angemessene Renten und Pensionen für alle gewährleisten.

Für ein Viertel der Europäer und Europäerinnen sind Rente oder Pension die wichtigste Einkommensquelle. Da die Anzahl der Rentner schneller steigen wird als die der Erwerbstätigen, stehen die Regierungen vor dem Problem, gerechte, sichere und finanzierbare Renten und Pensionen für alle zu gewährleisten.

Zurzeit belastet zudem die Finanzkrise die Haushalte der Mitgliedsländer. Deshalb überlegt die EU mit den Regierungen zusammen, wie auch in Zukunft angemessene Renten und Pensionen ausgezahlt werden können.

In einem Strategiepapier zu nachhaltigen Pensionen und Renten , das sich auf eine Konsultation zu den europäischen Pensions- und Rentensystemen und den Jahreswachstumsbericht 2012 der Kommission stützt, wird nach einer besseren Aufteilung der Lebenszeit auf Erwerbstätigkeit und Ruhestand gesucht. Außerdem soll gewährleistet werden, dass Menschen, die in ein anderes Land umziehen, ihre Rentenansprüche behalten, und dass alle mehr Ersparnisse für ihr Alter zurücklegen können.

Die Vorschläge zielen darauf ab,

  • Arbeitsplätze und Arbeitsmarktpraktiken anzupassen, um Möglichkeiten für ältere Arbeitnehmer zu schaffen,
  • Arbeitgeber und Gewerkschaften anzuregen, private Ruhestandsretelungen auszubauen und den Regierungen dringend anzuraten, dafür steuerliche Anreize zu geben,
  • Zusatzrentensysteme für Arbeitnehmer, die in mehr als einem EU-Land gearbeitet haben, besser zu schützen,
  • das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung anzupassen, den Vorruhestand einzuschränken und die Rentenkluft zwischen Männern und Frauen zu schließen.

Zwar sind hauptsächlich die nationalen Regierungen für die Rentensysteme verantwortlich, doch wird das Thema immer mehr zum Thema für alle. Im Sinne der EU-Strategie für Wachstum und Beschäftigung wird die Kommission weiterhin die Reform der Renten- und Pensionssysteme genau überwachen.

Die EU kann außerdem durch Gesetzgebung, finanzielle Unterstützung und strategische Koordinierung einen Mehrwert schaffen. Dazu gehören Vorschriften gegen Diskriminierung (vor allem aufgrund von Geschlecht oder Alter), finanzielle Unterstützung älterer Arbeitnehmer, die erwerbstätig bleiben wollen, sowie länderspezifische Empfehlungen für die Regierungen.

2011 erhielten 16 EU-Länder Empfehlungen, und weitere fünf Länder erklärten sich bereit, Reformen durchzuführen.

Pensionen und Renten in der EU

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