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Am 5. März findet der erste europäische Tag der Lohngleichheit statt. Damit zeigt die EU, dass sie sich für die Beseitigung der Diskriminierung von Frauen am Arbeitsplatz einsetzt.
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit basiert auf einem der Grundprinzipien der EU, der Nichtdiskriminierung. Das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen, die dieselbe Arbeit verrichten, ist zwar geschrumpft, doch ging diese Entwicklung zu langsam vonstatten. Frauen verdienen im Schnitt immer noch 17,5 % weniger als Männer.
Der europäische Tag der Lohngleichheit findet aus einem ganz bestimmten Grund am 5. März statt: Um auf das Jahresgehalt eines Mannes zu kommen, müsste eine Frau - die 17,5 % weniger verdient - zwei Monate mehr arbeiten, genauer gesagt bis zum 5. März.
Die Lohnunterschiede sind ein Beispiel für fortgesetzte Diskriminierung und Ungleichbehandlung am Arbeitsplatz. Dies hat weitreichende Auswirkungen. Besipielsweise ergeben sich aus einem geringeren Einkommen auch niedrigere Renten. So sind 22 % der Frauen über 65 armutsgefährdet, jedoch nur 16 % der Männer.
Um hier Abhilfe zu schaffen, wird die Kommission:
Darüber hinaus setzt sich die EU auch dafür ein, eine andere Art der Diskriminierung am Arbeitsplatz zu beseitigen: die "Geschlechterbarriere", die Frauen am Aufstieg in Spitzenpositionen hindert.
Im Anschluss an ein Treffen mit Geschäftsführern und Vorstandsvorsitzenden stellte die Kommission eine freiwillige Verpflichtung ![]()
für öffentliche Unternehmen vor, den Frauenanteil in den Vorständen bis 2015 auf 30 % und bis 2050 auf 40 % zu erhöhen.
Nach Ablauf eines Jahres wird die EU die erzielten Fortschritte bewerten. Sollten diese nicht zur Zufriedenheit der Kommission ausfallen, wird sie überprüfen, wie - gegebenenfalls auch durch Rechtsvorschriften - Veränderungen in den Führungsetagen durchgesetzt werden können. Derzeit sind nur 12 % der Vorstandsmitglieder der größten europäischen Unternehmen Frauen.
Die Strategie zur Beseitigung der Diskriminierung steht im Einklang mit der Strategie für die Gleichstellung von Frauen und Männern
der Kommission. Sie ist auch Thema des Internationalen Frauentags am 8. März.