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Städte werden zugänglicher für Menschen mit Behinderungen - 03/12/2010

Blinder Mann mit weißem Stock © EU

Köln erreichte beim EU-weiten Städtewettbewerb mit dem Ziel, Städte für Behinderte zugänglicher zu machen, das Finale.

Hauptpreisträgerin in diesem ersten Wettbewerb um den Access City Award wurde die für ihre mittelalterlichen Mauern und zahlreichen Kirchen bekannte Stadt Avila nordwestlich von Madrid.

Dieser jährliche Wettbewerb ist Teil der EU-Strategie zur Verbesserung der Barrierefreiheit für Behinderte und zur Gewährleistung ihrer Rechte. Er soll die Schwierigkeiten ins Bewusstsein rücken, die behinderte Menschen in städtischen Gebieten überwinden müssen. Gleichzeitig soll er Städte auszeichnen, die Mobilitätsbarrieren für Behinderte abgebaut haben.

Köln kam ins Finale, weil es sich bereits seit 2004 stark für eine verbesserte Barrierefreiheit einsetzt und dafür zahlreichen städtischen Stellen klare Aufgaben zugewiesen hat. Außerdem führt die Stadt spezielle Schulungen für Designer in städtischen Referaten und für Bauaufsichtsbeamte durch.

Neben der Siegerin Avila erreichten in diesem Wettbewerb mit 66 Teilnehmern aus ganz Europa auch Barcelona (Spanien) und Turku (Finnland) das Finale.

Die Preisverleihung erfolgte in Brüssel anlässlich einer zweitägigen Konferenz zum Europäischen Tag der Menschen mit Behinderungen am 2./3. Dezember.

Gesprochen wurde dort über die Themen gegenseitige Anerkennung nationaler Behindertenausweise, die Möglichkeit, im Ausland zu studieren und zu arbeiten, Sozialversicherungssysteme sowie den Zugang zu kulturellen und Freizeitaktivitäten.

Die Verbesserung der Barrierefreiheit ist einer der Kernpunkte der im November 2010 verabschiedeten Europäische Strategie für Menschen mit Behinderungen für 2010-2020.

Neben anderen Vorschlägen umfasst die Strategie Maßnahmen zur Verbesserung des Zugangs von Behinderten zu Gebäuden, Verkehrs- und anderen Diensten sowie Informations- und Kommunikationstechnologien.

Rund 80 Millionen Menschen in der EU leben mit einer leichten bis schweren Behinderung. Wegen der physischen Barrieren z. B. beim Zugang zu einer Schule oder Arbeitsstätte sind sie oft von sozialer Ausgrenzung bedroht. Weil sie seltener einen Arbeitsplatz haben und häufig geringer gebildet sind, liegt die Armutsquote bei Behinderten 70 % über dem Durchschnitt.

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