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Beschäftigungsquote von 75 % bis 2020 - 23/11/2010

Frau streicht Stellenangebote in einer Zeitung an © EU

Mit ihrer neuen Agenda will die EU mehr Menschen in Beschäftigung bringen und dabei die Qualität der Arbeitsplätze verbessern.

Die Agenda für neue Kompetenzen und Beschäftigungsmöglichkeiten zielt darauf ab, die Arbeitsmärkte flexibler zu gestalten, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit den notwendigen Kompetenzen auszustatten, die Arbeitsbedingungen zu verbessern und Arbeitsplätze zu schaffen.

Bis 2020 soll damit eine Erwerbstätigenrate von 75 % in der Altersgruppe der 20- bis 64-Jährigen erreicht werden. Dies ist auch eines der Kernelemente der Strategie Europa 2020 English für Wachstum und Beschäftigung.

Die Schaffung von Arbeitsplätzen drängt. Derzeit sind 10 % der 20- bis 64-Jährigen arbeitslos. Das sind rund 23 Millionen Menschen. Und dabei gäbe es Arbeitsplätze: Schätzungen zufolge werden bis 2015 in der EU 2,7 Millionen qualifizierte Arbeitskräfte in den Bereichen IT, Gesundheit und Forschung fehlen.

Die Überalterung der Gesellschaft verschärft die Situation. In den nächsten Jahren werden sehr viele Menschen in Rente gehen. Darüber hinaus sind während der Rezession zahlreiche Arbeitsplätze verloren gegangen. Der Prozentsatz der Erwerbstätigen muss also steigen, um die Beitragsverluste in den Sozialkassen auszugleichen.

Die Agenda setzt vier Schwerpunkte:

Modernisierung der Arbeitsmärkte

Ein einfacher, unbefristeter Arbeitsvertrag würde den Arbeitnehmern mehr Kündigungsschutz bieten, je länger sie arbeiten. Sie hätten dadurch mehr Arbeitsplatzsicherheit; der Vertrag wäre jedoch flexibel genug, um die Arbeitgeber nicht von Neueinstellungen abzuhalten.

Bedarfsgerechter Kompetenzerwerb

Mithilfe einer Online-Datenbank zum voraussichtlichen künftigen Qualifikationsangebot und Arbeitskräftebedarf lassen sich bewusstere Entscheidungen zu Bildung und Ausbildung treffen. Dadurch verbessern sich die Beschäftigungsaussichten.

Auch Unternehmen können die Datenbank konsultieren, um Mitarbeiter mit den erforderlichen Kompetenzen zu suchen. Diese vorbeugende Maßnahme dürfte dazu beitragen, den Mangel an geeigneten Fachkräften zu minimieren.

Vorgesehen ist auch die EU-weite Anerkennung von Qualifikationen durch einen "Europäischen Qualifikationspass".

Verbesserung der Arbeitsplatzqualität und der Arbeitsbedingungen

Die Kommission wird die bestehenden Rechtsvorschriften zu Arbeitszeiten, Gesundheit und Sicherheit sowie Integration nicht-europäischer Arbeitnehmer überprüfen.

Schaffung von Arbeitsplätzen

Die Kommission wird Vorschläge zur Reduzierung der Verwaltungslast vorlegen, woraus neue Arbeitsplätze entstehen könnten. Im Gespräch ist unter anderem eine Senkung der Lohnnebenkosten und die Beseitigung gesetzlicher Beschränkungen bei Neueinstellungen, Kündigungen, Unternehmensgründungen und selbständigen Tätigkeiten.

Die 13 Handlungsschwerpunkte der Agenda sollen bis 2014 umgesetzt werden.

Mehr zur EU-Agenda für neue Kompetenzen und Beschäftigungsmöglichkeiten

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