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Ein weiterer Schritt auf dem langen Weg zur Gleichstellung von Mann und Frau - 21/09/2010

Arbeitnehmer in verschiedenen Positionen: Küchenchef, Geschäftsfrau, Mechaniker, Ärztin usw. © EU

In ihrem neuen Plan konzentriert sich die Kommission darauf, die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen zu beseitigen und mehr Frauen in die Chefetagen von Unternehmen zu bringen. Auch häusliche Gewalt ist ein Schwerpunktthema.

Obwohl bei den Gleichstellungsfragen in den letzten Jahren Fortschritte erzielt wurden, verdienen Frauen in der EU im Durchschnitt immer noch 18 % weniger als Männer. Auch in Top-Positionen mit Entscheidungsbefugnissen sind Frauen noch unterrepräsentiert. Ferner sind sie häufig Opfer häuslicher Gewalt.

Die Gleichstellung der Geschlechter ist nicht nur ein Grundrecht, sondern auch für Wachstum in der EU und ihre Wettbewerbsfähigkeit von entscheidender Bedeutung. Gelingt es, mehr Frauen auf dem Arbeitsmarkt unterzubringen, kann die EU ihr Beschäftigungsziel von 75 % bis 2020 erreichen.

"Um das Wachstum in Europa wieder anzukurbeln, sollten die Talente der Frauen - auch in Führungspositionen - besser genutzt werden", erklärte Justizkommissarin Viviane Reding.

In der neuen Fünfjahresstrategie werden Frauenquoten für Vorstände und andere Maßnahmen vorgeschlagen, mit denen mehr Frauen in die Chefetagen gebracht werden sollen. Außerdem soll die Gesamtzahl der in Unternehmen beschäftigten und selbständigen Frauen erhöht werden. Darüber hinaus ist die Einrichtung eines so genannten "Europäischen Tags der Lohngleichheit" geplant, mit dem einmal jährlich die Bevölkerung für diese Problematik sensibilisiert werden soll. Die EU plant, jedes Jahr Arbeitgeber, Gewerkschaften und andere Beteiligte zu einem Dialog über die Gleichstellung der Geschlechter einzuladen und die erzielten Fortschritte zu bewerten.

Ferner plant die EU Maßnahmen zur Bekämpfung häuslicher Gewalt. Dabei kann sie mit einer überwältigenden Unterstützung aus der Bevölkerung Englishfrançais rechnen.

Die Strategie widmet sich jedoch auch Bereichen, in denen Männer derzeit benachteiligt sind. So sollen die Schulabbrecherzahlen bei Jungen reduziert und Männern der Zugang zum Elternurlaub erleichtert werden.

Charta für Frauen

Gleichstellung der Geschlechter in der EU

Strategie "Europa 2020"

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