Navigationsleiste

Mit der Feder gegen Ungerechtigkeit - 06/02/2009

Ein Banner der Kampagne gegen Diskriminierung am Hauptgebäude der Kommission

Eine Französin und ein Däne teilen sich den ersten Preis des von der Europäischen Kommission für 2008 organisierten Journalistenwettbewerbs „Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung.“

In der Macho-Welt des Fußballs zu seiner Homosexualität stehen, zum Islam übertreten und sich als Fremder im eigenen Land wiederfinden, Statistiken und Klischees zum Trotz und ungeachtet seiner Herkunft Karriere zu machen: Diskriminierung hat zahlreiche Formen und wird häufig in der Presse behandelt. Aus den 545 in diesem Jahr eingereichten Artikeln wurden gleich zwei mit dem ersten Preis ausgezeichnet: die Französin Pascale Krémer für „Homophobie im Fußball: die Lektion von Chooz“ (Le Monde) und der Däne Ole Hall für „Anfechtungen, denen sich dänische Moslems ausgesetzt sehen“(Morgenavisen Jyllands-Posten).

Die portugiesischen Journalistinnen Christiana Martins und Marisa Antunes erhielten den dritten Preis für den Artikel „Elite am Prüfstein des Rassismus“ (Expresso). Einen Sonderpreis erhielt die griechische Journalistin Mika Kontourousi für ihren Artikel „Yuzyan überwindet die Grenzen ihres Clans“(Eleftheros Tipos) über eine Roma-Frau, die sich aus der Rolle zu befreien sucht, die ihr von ihrem Clan und der Gesellschaft aufgezwungen wurde.

Der Journalistenwettbewerb ist eine der wichtigsten Aktivitäten der Kampagne „Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung.“, die 2003 gestartet wurde und vom europäischen Programm Progress finanziert wird. Ausgezeichnet werden Journalisten aus Print- und Online-Medien, die ihre Leser auf Vorurteile, Ablehnung und Diskriminierung hinweisen, denen sich noch zu viele Menschen aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Religion, ihres Alters, ihres Geschlechts, einer Behinderung oder ihrer sexuellen Orientierung ausgesetzt sehen.

Bereits 2007 gab es mit Maria Do Céu Neves eine portugiesische Preisträgerin. Für ihren Artikel „Portugiesen tragen zu einer neuen Form der Sklaverei in Europa bei“ (Diário de Noticias), teilte sie drei Wochen lang das armselige Leben portugiesischer Saisonarbeiter in den Tomaten-Treibhäusern der Niederlande.

Das Beispiel der portugiesischen Journalistin verdeutlicht, dass sich das Bewusstsein oft schneller entwickelt als die Gesetze. Zwar zeigte ihre Arbeit in Portugal große Publikumswirkung – sogar im Fernsehen – doch bis jetzt führte dies nicht zu Änderungen der Rechtsvorschriften, die es den Arbeitern zum Beispiel ermöglichen könnten, Arbeitsverträge in ihrer eigenen Sprache zu erhalten. Maria Do Céu Neves hofft jedoch, auswanderungswillige Arbeiter zumindest auf die Gefahren möglicher Ausbeutung im Ausland hingewiesen zu haben.

Bekämpfung der Diskriminierung

kontrastreiche Version normale Schriftgröße Schriftgröße 200 % Seite versenden Seite drucken

 

Haben Sie die gesuchten Informationen gefunden?

Ja Nein

Wonach haben Sie gesucht?

Haben Sie Vorschläge?

Nützliche Links