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Neue Qualifikationen für bessere Jobs - 17/12/2008

Junge Frau beugt sich über eine Zeitung mit Stellenanzeigen © EC

Bald werden die meisten EU-Arbeitnehmer im Dienstleistungsgewerbe beschäftigt sein, so ein neuer Bericht.

Einem neuen Bericht English über die Zukunft des europäischen Arbeitsmarkts zufolge werden im Jahre 2020 drei von vier Beschäftigten in Europa in Dienstleistungsbranchen wie Versicherungen, Gesundheitswesen, Einzelhandel und Bildung arbeiten.

Auch, so heißt es weiter, werden für mehr Arbeitsplätze eine höhere Bildung und spezielle Fertigkeiten erforderlich sein – zusätzlich zu allgemeinen analytischen und kommunikativen Fähigkeiten, Computerkenntnissen und der Fähigkeit zur Teamarbeit. Parallel dazu ist eine höhere Nachfrage nach Jobs zu erwarten, für die lediglich geringe oder gar keine Qualifikationen erforderlich sind.

Die Europäischen Staats- und Regierungschefs gaben den Bericht in Auftrag, um die Arbeitnehmer für die Arbeitsplätze von morgen English fit zu machen und das heutige Ungleichgewicht teilweise abzubauen. Zurzeit gibt es in zahlreichen Wirtschaftszweigen Probleme, bestimmte, vor allem hochqualifizierte Positionen in Europa zu besetzen. Andererseits ist es nicht ungewöhnlich, dass hochqualifizierte Personen einen Job verrichten, der geringe Ansprüche stellt, denn mehr Wissen bedeutet nicht immer eine bessere Qualifikation.

Die Kommission hat angekündigt, den Arbeitsmarkt angesichts der Wirtschaftskrise genauer zu beobachten und regelmäßig über erwartete Entwicklungen zu berichten. Andere Vorschläge zielen auf eine Förderung der Berufsberatung und Mobilität der Arbeitnehmer ab. Mehr Einsicht in die Mechanismen des internationalen Arbeitsmarktes soll durch Kontakte mit internationalen Organisationen und bestimmten Ländern, z. B. USA, Kanada oder China, gewonnen werden. 2009 wird hierfür eine Expertengruppe eingerichtet.

Der Arbeitsmarkt in Europa ist aufgrund neuer Technologien, einer alternden Bevölkerung und des Übergangs zu einer Wirtschaft mit geringem Kohlenstoffeinsatz großen Veränderungen unterworfen. Von der ursprünglichen Agrarwirtschaft über die traditionellen Produktionsindustrien entwickelt er sich heute in Richtung Dienstleistungen und auf Wissen gestützte Arbeitsplätze. Die Anpassungsfähigkeit der Arbeitnehmer ist für Wachstum und sozialen Zusammenhalt unerlässlich.

Insgesamt sollen in der EU von 2006 bis 2020 ungefähr 20 Millionen Arbeitsplätze geschaffen werden. Weitere 80 Millionen werden dadurch entstehen, dass die geburtenstarken Jahrgänge aus den 50er und 60er Jahren („Babyboomer“) in Rente gehen und weniger Menschen im arbeitsfähigen Alter übrigbleiben. Selbst in Branchen, in denen heute Arbeitsplätze abgebaut werden, ist mit einem Mangel an Arbeitskräften zu rechnen. Doch sind, wie die Kommission vermerkt, Arbeitsmarktprognosen aufgrund der Wirtschaftskrise schwierig sind und die Zahlen können sich ändern.

Außerdem wird zurzeit ein Plan zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen den EU-Ländern bei der Reform von Bildung und Ausbildung English diskutiert.

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