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Mobile Arbeitnehmer in der EU - 23/09/2008

Europaweit preisen Unternehmen auf Jobmessen die Vorteile von Auslandsjobs an.

Zum dritten Mal in Folge finden in den nächsten Wochen die Europäischen Jobtage statt. Mit dieser Aktion möchte die EU dem Arbeitskräftemangel durch größere Mobilität der Arbeitnehmer entgegenwirken. Auf europaweit stattfindenden Jobmessen werden die teilnehmenden Unternehmen die zahlreichen Vorteile herausstellen, die das Arbeiten in einem anderen EU-Land mit sich bringt. Letztes Jahr besuchten 150 000 Arbeitsuchende die Messen. Für einige von ihnen ergab sich sogar noch vor Ort ein Einstellungsgespräch.

Zwischen dem 22. September und Ende Oktober sind rund um das Thema „Jobs“ über 500  Veranstaltungen geplant. Neben den herkömmlichen Jobmessen finden auch besondere Veranstaltungen statt. So organisiert beispielsweise EURES (EURopean Employment Services) gemeinsam mit Deutschland und der Schweiz eine Job‑Veranstaltung auf einer Bodenseefähre. Österreich und Ungarn haben sich ihrerseits zusammengetan, um in einem Zug, der zwischen Szombathely (Steinamanger) und Mattersburg verkehrt, eine Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Frankreich und Italien haben dafür die Strecke Sanremo-Nizza gewählt.

In Europa haben viele Unternehmen Schwierigkeiten, freie Stellen zu besetzen. Besonders schwer finden sich geeignete Bewerber für Positionen, die höhere Qualifikationen erfordern. Daher versuchen immer mehr Unternehmen, Arbeitnehmer aus anderen EU-Ländern anzuwerben. Das ist jedoch gar nicht so einfach, denn selbst für einen interessanteren und besser bezahlten Arbeitsplatz sind Europäer häufig nicht zu einem Ortswechsel bereit.

Einer Studie von 2007 zufolge leben über 5 Millionen Europäer – d. h. ungefähr 2,2 % der Erwerbstätigen – im europäischen Ausland. Dies sind zwar geringfügig mehr als noch vor einigen Jahren, doch steigt ihre Zahl nicht so schnell wie die der Nicht-EU-Bürger. Diese machen in der EU derzeit 3,8 % der Erwerbstätigen aus. Nach Gründen für ihre Zurückhaltung gefragt geben die Europäer an, sie machten sich Sorgen über die möglichen Auswirkungen eines Ortswechsels auf ihr Familienleben und mögliche Schwierigkeiten,  eine andere Sprache zu erlernen und sich an eine andere Kultur anzupassen. Auch über den Zugang zu Sozialleistungen und die Anerkennung ihrer beruflichen Qualifikationen machten sie sich Gedanken.

Zwar hat die EU Schritte unternommen, die Arbeitsmärkte transparenter zu gestalten und die Rechte der Bürger, die zu einem Umzug in ein anderes EU-Land bereit sind, zu schützen, doch behindern auch nach der Verwirklichung des Binnenmarktes immer noch zahlreiche rechtliche Probleme die Mobilität der Arbeitnehmer.

Um hier Abhilfe zu schaffen, wurde das EURES-Netzwerk gegründet, dem über 5 000 lokale Arbeitsämter und 750 auf Arbeitnehmermobilität spezialisierte Berater angehören. Zudem können Arbeitsuchende über das EURES-Portal 1,4 Millionen Stellenangebote abrufen, und Arbeitgeber können mit Hilfe dieses Dienstes freie Stellen besetzen.

An Jobtage 2008 teilnehmen!

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