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EU-Wirtschaftsprognose – Konjunktur fasst wieder Tritt - 25/02/2014

Wirtschaftsdiagramm mit Euromünzen ©iStock

Die wirtschaftliche Erholung setzt sich in den meisten EU-Ländern fort, wenn auch unterschiedlich stark. Doch aufgrund der Hinterlassenschaft der Finanzkrise – hohe Schuldenstände und Konsolidierungsbedarf – ist es zum Aufatmen noch zu früh.

Alle Zeichen stehen auf Aufschwung

Seit der EU-Herbstprognose haben sich die Aussichten für die EU insgesamt und den Euroraum verbessert. Nach dem schwachen Anstieg von 0,1 % im Jahr 2013 soll das BIP der EU 2014 um 1,5 % wachsen. Für 2015 werden 2 % prognostiziert. Das Wachstum in der Eurozone wird voraussichtlich etwas schwächer ausfallen: 1,2 % in diesem Jahr und 1,8 % im Jahr 2015.

2014 wird mit einem Wirtschaftswachstum auf breiterer Front gerechnet, das sich insbesondere in den wirtschaftlich schwächeren Ländern verfestigen dürfte. Unterschiede wird es weiterhin geben, aber die Kluft zwischen den leistungsstärksten und -schwächsten Ländern wird sich verkleinern. Nur Zypern und Slowenien werden laut Vorhersage 2014 negative BIP-Wachstumsraten verzeichnen. 2015 dürfte das Wachstum dann in allen EU-Ländern positiv ausfallen.

Olli Rehn, der für Wirtschaft, Währung und den Euro zuständige Kommissionsvizepräsident, erklärte hierzu: „Nachdem wir Mitte letzten Jahres auf den Wachstumspfad zurückgekehrt sind, fasst die Konjunktur in Europa nun Tritt. Die Stärkung der Binnennachfrage in diesem Jahr dürfte uns zu einem ausgewogeneren, nachhaltigeren Wachstum verhelfen. Die Wiederherstellung des Gleichgewichts der europäischen Wirtschaft macht Fortschritte, und die externe Wettbewerbsfähigkeit verbessert sich, insbesondere in den wirtschaftlich schwächsten Ländern. Auch wenn die schlimmste Phase der Krise inzwischen hinter uns liegen mag, dürfen wir uns jetzt nicht selbstzufrieden zurücklehnen, denn noch nimmt sich die Erholung relativ bescheiden aus. Um sie zu stärken und mehr Arbeitsplätze zu schaffen, müssen wir am Wirtschaftsreformkurs festhalten.“

Arbeitslosigkeit

Die Lage auf den Arbeitsmärkten wird sich 2014 und 2015 nur wenig verbessern. Dies liegt daran, dass die Arbeitsmärkte in der Regel nicht unmittelbar auf Veränderungen der Konjunkturlage reagieren. Darüber hinaus steigt die Wirtschaftstätigkeit in der EU nur zaghaft an.

Die Arbeitslosenrate im Euroraum wird sich dieses Jahr stabilisieren. 2015 wird ein leichter Rückgang auf 10,4 % in der EU insgesamt und 11,7 % im Euroraum erwartet. Im Prognosezeitraum werden sich die erheblichen Unterschiede zwischen den EU-Ländern weiter verfestigen: Die Arbeitslosigkeit in Österreich wird voraussichtlich 4,8 % betragen, in Griechenland hingegen 26 %.

Inflation

Die Inflationsrate ist 2013 aufgrund der gesunkenen Energie- und Rohstoffpreise, der schwachen Nachfrage und der kontinuierlichen Aufwertung des Euro deutlich zurückgegangen. Der Abwärtstrend der ohnehin gedämpften Verbraucherpreisinflation dürfte sich 2014 fortsetzen: Für die EU insgesamt werden 1,2 % vorausgesagt, für den Euroraum 1,0 %.

Öffentliche Finanzen

Seit 2011 haben alle EU-Länder erhebliche Einsparungen vorgenommen – das Schlimmste dürfte nun überstanden sein. Für den Rest des Prognosezeitraums sind keine erheblichen neuen Einschnitte in die Staatshaushalte geplant.

Die Gesamthaushaltsdefizite sollen den Projektionen zufolge im Jahr 2014 auf 2,7 % des BIP in der EU und auf 2,6 % des BIP im Euroraum zurückgehen. Die Schuldenquote dürfte hingegen 2014 einen Höhepunkt von 90 % in der EU und 96 % im Euroraum erreichen.

Pressemitteilung zur Winter-Wirtschaftsprognose

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