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EU-Wirtschaftsprognose: Allmähliche Erholung bei externen Risiken - 05/11/2013

Hände mit Fernglas auf einem Tisch mit Balkendiagramm © istock/RBFried

Die europäische Wirtschaft begann im zweiten Quartal dieses Jahres wieder zu wachsen. In den vergangenen Monaten gab es ermutigende Anzeichen für eine anhaltende wirtschaftliche Erholung.

Für das zweite Halbjahr 2013 wird in der EU ein Wachstum von 0,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum prognostiziert. Auf Jahresbasis dürfte das BIP in der EU 2013 konstant bleiben und im Euroraum um 0,4 % zurückgehen. Den Projektionen zufolge wird das Wirtschaftswachstum anziehen und 2014 1,4 % in der EU bzw. 1,1 % im Euroraum und 2015 1,9 % in der EU bzw. 1,7 % im Euroraum erreichen.

Die aggregierten Zahlen verdecken jedoch die zwischen den einzelnen EU-Ländern bestehenden beträchtlichen Unterschiede.

Die Binnennachfrage dürfte mit der Zeit zum Hauptwachstumsmotor in Europa werden, was auch vor dem Hintergrund der sich eintrübenden Aussichten für Schwellenländer zu sehen ist.

Hierzu der für Wirtschaft, Währung und den Euro zuständige Kommissionsvizepräsident Olli Rehn: „Es mehren sich die Anzeichen, dass die europäische Wirtschaft einen Wendepunkt erreicht hat. Haushaltskonsolidierung und Strukturreformen in Europa haben das Fundament für wirtschaftliche Erholung gelegt. Jubel wäre jedoch verfrüht: Die Arbeitslosigkeit in Europa ist nach wie vor unannehmbar hoch. Daher müssen wir weiter darauf hinarbeiten, die europäische Wirtschaft zu modernisieren, um nachhaltiges Wachstum zu generieren und Arbeitsplätze zu schaffen.“

Arbeitslosigkeit

Da die Arbeitsmarktentwicklung der Entwicklung des BIP in der Regel um mindestens ein halbes Jahr hinterherhinkt, dürfte die Wiederbelebung der Wirtschaftstätigkeit sich nur allmählich in der Schaffung von Arbeitsplätzen niederschlagen. Im laufenden Jahr ist die Arbeitslosigkeit in einigen Ländern immer noch sehr hoch und die Beschäftigung weiterhin rückläufig. In den vergangenen Monaten hat jedoch eine Stabilisierung der Arbeitsmarktbedingungen eingesetzt.

So wird bis 2015 ein moderater Rückgang der Arbeitslosigkeit auf 10,7 % in der EU und 11,8 % im Euroraum erwartet. Dabei bleiben mit aktuellen nationalen Arbeitslosigkeitsraten zwischen rund 5 % und 27 % allerdings auch künftig erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern bestehen.

Inflation

Im Prognosezeitraum ist mit einer weiterhin gedämpften Verbraucherpreisinflation zu rechnen, die in der Eurozone in den Jahren 2013 und 2014 voraussichtlich bei konstant 1,5 % liegen und in der EU 1,7 % bzw. 1,6 % betragen wird.

Öffentliche Finanzen

Der Abbau der gesamtstaatlichen Defizite wird sich fortsetzen. Den Projektionen zufolge werden die Haushaltsdefizite 2013 auf 3,5 % des BIP in der EU bzw. 3 % im Euroraum zurückgehen, während die Schuldenquote weiter ansteigen und 2014 mit rund 90 % in der EU und fast 96 % im Euroraum Höchststände erreichen wird.

Pressemitteilung – Herbstprognose 2013: Allmähliche Erholung bei externen Risiken

Herbst-Wirtschaftsprognose 2013 English (en)

Frühjahrsprognose: Allmähliche Erholung in Sicht

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