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Risiken durch Schattenbanken müssen sinken - 04/09/2013

Euro-Banknoten © EU

Die EU drängt auf eine Regulierung des Schattenbankwesens, das Mitursache der Kreditklemme war.

Die meisten regulatorischen Auflagen für den Finanzsektor seit dem Wirtschaftseinbruch 2008 waren auf das klassische Bankensystem gerichtet. Doch das Schattenbankwesen – einschließlich Hedgefonds, privates Beteiligungskapital und Verbriefung – übt ähnliche Tätigkeiten wie Banken aus, wurde aber bisher weniger streng überwacht und hat keinen Zugang zu Zentralbankunterstützung oder Garantien wie Einlagensicherung und Bürgschaften.

Während das Schattenbankwesen zur Liquidität des Bankensektors beiträgt, hat es aber in den letzten Jahren auch Instabilität im globalen Finanzsystem herbeigeführt. Diese Instabilität hat zum Zusammenbruch von Lehman Brothers im Jahr 2008 und zur Austrocknung der globalen Kreditmärkte während der Finanzkrise beigetragen.

Die finanzielle Instabilität stoppen

Weltweit hat sich das Gesamtvermögen der Schattenbanken in den letzten zehn Jahren auf über 50 Billionen Euro mehr als verdoppelt und macht heute fast ein Drittel des globalen Finanzsystems aus. Das Schattenbankwesen in Europa wird auf über 23 Billionen Euro beziffert.

Aufgrund seines schieren Umfangs und seiner engen Verzahnung mit dem reglementierten Finanzsektor bildet das Schattenbanksystem ein mögliches Systemrisiko für Länder, Regierungen und Steuerzahler, denn jedwede Schwäche könnte eine Ansteckungswelle auslösen und den reglementierten Finanzsektor infizieren.

Eigenkapitalanforderungen

In ihren Reformvorschlägen fordert die EU für bestimmte Arten von Geldmarktfonds Liquiditätsreserven in Höhe von 3 % ihrer Vermögenswerte, um das Risiko eines massiven Geldabzugs aus den Fonds, wie er während der Finanzkrise vorkam, zu reduzieren.

Außerdem schlägt die EU die Festlegung einer täglichen und wöchentlichen Mindestliquidität für Geldmarktfonds sowie Maßnahmen vor, um große Rückzahlungen besser vorhersehen zu können und die übermäßige Abhängigkeit von externen Ratings zu verringern.

Bei ihren Bemühungen um die Verringerung der Risiken des Schattenbankwesens arbeitet die EU mit der G-20 zusammen. Die Empfehlungen des Rates für Finanzmarktstabilität der G-20-Länder dürften von den Staats- und Regierungschefs der G-20 am 5. und 6. September 2013 in St. Petersburg gebilligt werden.

Mehr zum Schattenbankwesen

Fahrplan der Kommission zur Bewältigung der dem Schattenbankwesen eigenen Risiken

Mitteilung zum Schattenbankwesen – Fragen und Antworten English (en)

Neue Vorschriften für Geldmarktfonds (Vorschlag) – Fragen und Antworten English (en)

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