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Teilansicht eines Gebäudes mit der Aufschrift „Bank“ über dem Eingang © istock/ilbusca

Die geplanten neuen EU-Rechtsvorschriften würden allen EU-Bürgerinnen und —Bürgern einen Rechtsanspruch auf ein Basis-Bankkonto in einem beliebigen EU-Land verschaffen und den Wechsel zu anderen Anbietern erleichtern.

Da Barzahlungen zunehmend durch elektronische Buchungen ersetzt werden, wird ein Bankkonto unverzichtbar.

Allerdings verfügen derzeit rund 25 Millionen Europäerinnen und Europäer English nicht über ein Bankkonto, obwohl sie gerne eines hätten. Ungefähr 2,5 Millionen Menschen wurde von Banken die Eröffnung eines Kontos aus unterschiedlichen Gründen verweigert — unter anderem deshalb, weil sie als zu arm angesehen wurden.

Ohne ein Bankkonto ist es schwierig, Lohn- oder Sozialleistungszahlungen zu empfangen. Überweisungen zu tätigen oder per Debit- oder Kreditkarte zu bezahlen ist ganz unmöglich.

Die Kommission hat versucht, hier Abhilfe zu schaffen, indem sie beispielsweise die Banken zur freiwilligen Lockerung der Anforderungen aufrief. Allerdings hat sich in den zwei Jahren, die seither vergangen sind, nicht viel bewegt.

Daher sind nun verbindliche Maßnahmen notwendig, um zu gewährleisten, dass alle, die ein Konto benötigen, auch eines eröffnen können. Der Kommissionsvorschlag sieht Folgendes vor:

  • Alle EU-Bürgerinnen und —Bürger sollen unabhängig von ihrer finanziellen Lage in einem beliebigen EU-Land ein Konto eröffnen können, das ihnen grundlegende Bankgeschäfte ermöglicht.
  • Der Vergleich von Kontogebühren muss erleichtert werden: Die Verbraucher sollen klare Informationen über alle vom jeweiligen Anbieter erhobenen Gebühren erhalten, und jedes Land soll eine unabhängige Website zum Kostenvergleich unterhalten.
  • Kontoinhaber sollen rasch und problemlos zu anderen Banken oder Finanzdienstleistern – auch im EU-Ausland – wechseln können.

Dank dieser Maßnahmen könnten die Kunden das ihren Erfordernissen am besten entsprechende Konto in einem beliebigen EU-Land auswählen. Außerdem kämen sie in den Genuss der Vorteile, die aus stärkerem Wettbewerb erwachsen, z. B. voraussichtlich niedrigere Gebühren.

Die Vorteile für die Banken bestünden in Bürokratieabbau und EU-weit einheitlichen Vorschriften, was die Ausdehnung ihrer Geschäftstätigkeit auf andere EU-Länder erleichtern würde.

Die EU-Länder könnten nationale Vorschriften erlassen und beispielsweise entscheiden, ob Basiskonten den Verbrauchern kostenlos oder gegen ein angemessenes Entgelt angeboten werden sollten. Nicht alle Banken müssten der gesamten Bevölkerung grundlegende Zahlungsdienste erbringen – die Regierungen könnten lediglich eine Bank damit beauftragen.

Nächste Schritte

Die Vorschläge werden nun von den nationalen Regierungen und vom Europäischen Parlament geprüft. Sie könnten, falls sie angenommen werden, 2014 in Kraft treten.

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