Navigationsleiste

Hand mit Stift zeigt auf Devisenhandelskurse auf einem LCD-Schirm © iStock

Anleger sollen beim Kauf von Finanzprodukten besser informiert und geschützt werden.

Die Finanzkrise hat gezeigt, dass die EU ihre Vorschriften zum Verkauf von Anlageprodukten verschärfen muss, damit Anleger besser informiert und beraten werden.

Die bestehenden Rechtsvorschriften konnten mit der zunehmenden Komplexität der Produkte für Privatanleger nicht Schritt halten. Die Vorschläge der Kommission sollen sicherstellen, dass Verkäufer von Anlageprodukten vorrangig die Interessen ihrer Kunden im Auge haben.

Bessere Informationen

Laut Vorschlag der Kommission müssen Anlageberater ihre Kunden anhand von standardisierten Informationsblättern über alle wesentlichen Aspekte eines Produkts informieren. Diese Informationen würden den Anlegern dabei helfen,

  • die für eine bewusste Entscheidung erforderlichen Informationen zu erhalten;
  • auch komplexe Anlageprodukte zu verstehen;
  • die Risiken und Kosten verschiedener Produkte zu vergleichen und das Produkt auszuwählen, das ihrem Bedarf am besten entspricht.

Mehr Schutz beim Kauf einer Versicherung

Die derzeitigen Vorschriften für Versicherungsprodukte werden in der EU nicht einheitlich angewandt und sind nicht detailliert genug, um angemessenen Schutz zu bieten. Auch sind einige Verkaufstätigkeiten gar nicht erfasst.

Die Kommission schlägt daher gemeinsame Standards für den Versicherungsvertrieb vor, unabhängig davon, ob dieser über einen Makler oder direkt erfolgt. Die Vorschriften würden gewährleisten, dass Verbraucher angemessen beraten und über Provisionen und andere Gebühren informiert würden.

Investmentfonds

Rund 75 % aller von Kleinanlegern getätigten Anlagen fließen in europäische Investmentfonds, sogenannte „Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren“ (OGAW). Zum Schutz der Anleger werden OGAW-Vermögen von einem separaten Unternehmen verwahrt (sogenannte Verwahrstelle), das auch überprüft, ob sich die Fondsmanager regelkonform verhalten.

Die vorgeschlagenen Maßnahmen würden klarere und einheitlichere Regeln zu OGAW in folgenden Bereichen einführen:

  • Aufgaben und Haftungspflichten der Verwahrstellen;
  • Vergütungsbestimmungen – diese dürfen nicht zum Eingehen übermäßiger Risiken verleiten und müssen eng auf die langfristigen Interessen der Anleger und die Ziele des Fonds abgestimmt sein;
  • Geldbußen, wenn OGAW, ihre Verwalter oder Verwahrstellen gegen EU-Recht verstoßen. Die Geldbußen sollten hoch genug sein, damit sich ein Verstoß gegen die Bestimmungen nicht rechnet.

Strengere Regeln würden andere EU-Maßnahmen zum Anlegerschutz ergänzen – Maßnahmen, die unter anderem gewährleisten, dass Anleger entschädigt werden, wenn etwas schiefläuft, und dass das Angebot für Aus- und Weiterbildung im Finanzbereich verbessert wird.

Mehr zu Finanzdienstleistungen in der EU

kontrastreiche Version normale Schriftgröße Schriftgröße 200 % Seite versenden Seite drucken

 

Haben Sie die gesuchten Informationen gefunden?

Ja Nein

Wonach haben Sie gesucht?

Haben Sie Vorschläge?

Nützliche Links