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Unterstützung für Griechenland - 19/03/2012

Blick über Athen auf das Meer © istock/Yuliya Kryzhevska

Die EU unterstützt Griechenland mit praktischem Expertenwissen auf dem Weg zurück zu Wirtschaftswachstum und Beschäftigung.

Anfang 2010 lösten wachsende Staatsverschuldung und Haushaltsdefizite eine Krise des Vertrauens in den Euro aus. Im Mittelpunkt der Marktunruhen stand Griechenland. In Investorenkreisen machte sich die Befürchtung breit, dieses Land müsse sich wegen seiner untragbaren Schuldenlast für zahlungsunfähig erklären.

Um Griechenland unter die Arme zu greifen, schnürten die Euro-Länder und der IWF im Mai 2010 ein Kreditpaket English in Höhe von 110 Milliarden Euro. Dies war mit der Auflage an die griechische Regierung verknüpft, die Reform der Staatsfinanzen und der Wirtschaftspolitik voranzutreiben.

Daraufhin wandte sich Griechenland an die Kommission um Hilfe. Diese setzte eine Expertengruppe ein und erteilte ihr den Auftrag, die griechische Regierung bei der Umsetzung der Reformen zu unterstützen, mit dem Ziel, die griechische Wirtschaft wieder auf den Weg des Wachstums und der Beschäftigung zurückzuführen.

Auf der Grundlage dieser für die Weiterführung der Reformen unerlässlichen Hilfe konnte sich Griechenland vergangene Woche einen zweiten Anpassungskredit English sichern.

Teamarbeit

Eine der Hauptaufgaben der Experten bestand darin, sicherzustellen, dass – unabhängig vom Rettungsschirm – die Unterstützungsfonds der EU, die derzeit die einzige Quelle Griechenlands für Wachstumfinanzierung sind, gezielter eingesetzt werden.

Wie es in dem jüngsten Bericht ελληνικάEnglish der Expertengruppe heißt, haben die Experten Griechenland dabei geholfen, einen Großteil dieser Gelder für 181 Projekte mit weitreichender Wirkung umzuwidmen, darunter fünf Autobahnbauprojekte, mit denen bis zu 30 000 Arbeitsplätze geschaffen werden könnten, sowie Unterstützung für kreditbedürftige Kleinunternehmen.

Die Experten haben auch dazu beigetragen, die griechische Steuerverwaltung effizienter zu machen. Die griechischen Finanzämter haben offene Steuerforderungen in Höhe von 946 Millionen Euro eingetrieben, doppelt so viel wie ursprünglich geplant.

Ferner berieten die Experten die griechischen Behörden bei der Straffung der öffentlichen Verwaltung auf zentraler und lokaler Ebene, unter anderem durch Bürokratieabbau in wichtigen Geschäftsbereichen.

Es bleibt jedoch noch viel zu tun. So arbeitet die Expertengruppe daran, die Zollkontrollen zu beschleunigen – die zolltechnische Warenabfertigung dauert in Griechenland derzeit doppelt so lang wie in den anderen EU-Ländern. Schnellere Abfertigung erspart Unternehmen Kosten.

Weitere Unterstützung wird Griechenland in Form von Vorschlägen von Kommissionspräsident José Manuel Barroso zur Wachstumsförderung erhalten.

Expertengruppe der Kommission für Griechenland

Griechische Wirtschaft English

Die Antwort der EU auf die Finanzkrise English

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